Ein Höhepunkt der Ferienspiele der Stadt Wegeleben ist die kriminalistische Tour von Jugendbetreuerin Bettina Wloch und dem Heimatverein gewesen. Gemeinsam mit dem Kultur- und Heimatverein lud sie die Kinder zur einer Spurensuche an verschiedenen Stationen ein.

Wegeleben l Die Ideen gehen der Stadtjugendbetreuerin Bettina Wloch nie aus, das hat sie mit einer kriminalistischen Wanderung durch Wegeleben bewiesen. Insgesamt 14 Teilnehmer fanden sich zu der erstmals veranstalteten Suche nach einem fiktiven Räuber ein und hatten sichtlich Spaß dabei. Die Teilnehmer versammelten sich an der alten Post und gingen von hier aus auf Spurensuche. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es mit offenen Augen durch die Straßen.

"Der positive Nebeneffekt des Spieles war es, den Kindern unsere Stadt und besondere Orte in ihr näher zu bringen", berichtete Bettina Wloch gegenüber der Volksstimme. "Im Vordergrund stand die Suche nach einem Bankräuber, der die örtliche Bank um 35000 Euro erleichtert hat. Dabei mussten die Teilnehmer das Äußere unseres Gauners bestimmen und die Beute auffinden." Die Gruppen gingen mit Feuereifer an die Aufgabe. Obwohl die Person rein fiktiv war, kamen bei den Ermittlungen Details ans Tageslicht, die den einen oder anderen Teilnehmer der Suche unter Verdacht geraten ließen.

"Das war natürlich ein großer Spaß. Wir haben sogar einen Teil der Beute aufgefunden. Drei Cent haben die Teilnehmer auf den Straßen der Stadt eingesammelt."

Bettina Wloch, Stadtjugendbetreuerin von Wegeleben

"Das war natürlich ein großer Spaß", meinte Bettina Wloch schmunzelnd, die auch selber für kurze Zeit in den Fokus der Kinder geraten war. "Wir haben sogar einen Teil der Beute aufgefunden. Drei Cent haben die Teilnehmer auf den Straßen der Stadt eingesammelt. Das ist schon eine stolze Leistung, wenn man bedenkt, dass die Summe natürlich auch nur fiktiv war." Der Besuch der "Olsenbande" im Tunnel zum Kirchhof war bei einem echten Gaunerspiel unvermeidlich. Hier gab es Wissenswertes zur dänischen Kultserie, die zu DDR-Zeiten so beliebt war, zu hören und weitere Hinweise zum gesuchten Bankräuber. Ein Einwohner der Stadt zeigte den Kindern spontan eine Figur, die aus Autoteilen zusammengebaut ist und sich in seinem Privatbesitz befindet. "Das war eine willkommene Abwechslung, die eine angenehme Unterbrechung der Spurensuche darstellte", befand die Betreuerin.

Zum Abschluss versammelten sich die jungen Kriminalisten wieder in der alten Post. Hier hatte der Kultur- und Heimatverein schon einen Tisch mit allerhand Leckereien eingedeckt und es gab Kakao für die Ermittler. "Die Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Heimatverein hat für uns schon Tradition", sagte Bettina Wloch. "Wir haben schon etliche Veranstaltungen zusammen absolviert, die den Kindern sehr gefallen haben."

Am kommenden Sonnabend, dem 14. Juni, ist das erneut der Fall. Die Stadtjugendbetreuerin wird einen Spielestand beim traditionellen Eulenturmfest aufbauen. An diesem Tag dreht sich alles wieder um die jüngsten Bewohner der Stadt. So sind Auftritte der Kindertagesstätte, der Grundschule "Dr. Wilhelm Schmidt" sowie der Musikschule Fröhlich geplant. Der offizielle Start dafür erfolgt um 14 Uhr.

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