Ditfurt l Einwohner und Besucher aus der Umgebung zeigten sich von der Ditfurter Festwoche schlichtweg begeistert. Das Festkomitee der Gemeinde stellte ein buntes Programm auf die Beine und freute sich über den großen Zuspruch. "Die ganze Woche über war mächtig was los in unserem Dorf", bestätigte Achim Löwe, Mitglied des Komitees gegenüber der Volksstimme. "Am Wochenende wuchs der Besucherstrom noch einmal." Allein an der Führung über die Höfe nahmen 150 Gäste teil.

Das Kinderfest im Park war am Sonnabend ohne Frage ein echter Höhepunkt für die jüngsten Einwohner der Gemeinde. Sie tummelten sich an den verschiedenen Stationen. Hier standen sie im Mittelpunkt des Interesses und das genossen sie auch. Ob beim Kinderschminken oder auf der Hüpfburg, es herrschte ein allgemeines Gedränge. Da machte auch der Spaßangelwettbewerb, den zwei "echte" Märchenfiguren überwachten, keine Ausnahme.

Kistenstapeln der Ortswehr wird zum Gaudi

Für die älteren Festgäste gab es Kaffee und Kuchen. Diese beobachteten den Wettbewerb im Kistenstapeln, den die örtliche Feuerwehr gleich am Eingang veranstaltete. Die Teilnehmer wurden zuvor an einem Kran angeseilt und dann Stück für Stück nach oben gehoben, während sie die Kisten aufbauten. Kam der entstandene Turm ins Wackeln, war große Geschicklichkeit gefragt. Ludwig Barz von der Ortswehr erreichte schon eine beachtliche Höhe, bevor es für ihn wieder abwärts ging. Er hing fröhlich in den Sicherungsseilen und ärgerte sich ein wenig. "Ein paar Kisten hätten es ruhig mehr sein können", meinte er jedoch gelassen und schaukelte dabei in der Luft. Der Beifall seiner Kameraden war ihm sicher.

Selbst im Rathaus ging es zu dieser Zeit hoch her. Die Ausstellung über das historische Ditfurt lockte viele auswärtige Gäste in die Gemeinde - insgesamt waren es über 500. Das Festkomitee präsentierte hier alte Bilder und Dokumente, die im neu ausgebauten Versammlungssaal gezeigt wurden. "Die Einwohner haben uns im Vorfeld tatkräftig unterstützt", sagte Achim Löwe. "Es sind viele interessante Exponate zusammengekommen." Die Ausstellung öffnete wegen des großen Andrangs gleich an mehren Tagen. Auf einem Monitor lief derweil ein Film über die Sanierungsarbeiten an dem alten Rathaus. Löwe hatte die Arbeiten mit seiner Kamera aufgenommen und die Präsentation zusammengestellt. Über das Interesse freute er sich sichtlich.

Ein Umzug sorgte für den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten. Die Ditfurter begrüßten dazu viele Teilnehmer aus den umliegenden Orten. Selbst der Heimatverein aus Schwanebeck war mit einer Delegation präsent und das, obwohl zeitgleich der Mittelaltermarkt in der Stadt seine Pforten öffnete. "Das hatten wir im Vorfeld mit dem Festkomitee abgesprochen", berichtete Petra Hein, die Vorsitzende des Schwanebecker Heimatvereins. "Für uns war das selbstverständlich, da wir schon in der Vergangenheit freundschaftliche Bande geknüpft hatten."

Nach dem Umzug spielte die Kapelle MTU bei einem verspäteten Frühschoppen auf und die Ditfurter feierten mit ihren Gästen einen gelungenen Abschluss. "Wir haben viel Lob für die Gestaltung der Festwoche bekommen", resümierte Achim Löwe. "Das möchte ich an die vielen Unterstützer und freiwilligen Helfer weitergeben. Hervorheben möchte ich Detlev Pohle, der einfach überall zu finden war, sogar seinen Urlaub hat er für die Festwoche geopfert."

 

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