Im Hessener Schloss entsteht ein Feuerwehrmuseum. Manches Schätzchen an historischer Feuerwehrtechnik wurde hier schon zusammengetragen und aufgearbeitet, jetzt kam ein alter Anhängerwagen aus Stötterlingen hinzu.

Hessen. Bereits seit 2008 befindet sich in einem Gebäudeteil des geschichtsträchtigen Hessener Schlosses das Feuerwehrmuseum im Aufbau. Der dafür vorgesehene Raum im nördlichen Bereich des Schlosses wurde vorher als Maschinenlagerraum genutzt. Jetzt sind hier unter anderem bereits eine historische Handdruckspritze aus dem Jahr 1874 und eine weitere aus dem Jahr 1892 zu sehen. "Die ältere Spritze stammt von der Firma Kurtz, die jüngere wurde von der Jauk AG hergestellt", informierte Gerätewart Tino Krocker von der Hessener Feuerwehr.

Auch alte Stell-Leitern, ein fahrbarer Leiterwagen aus dem Jahr 1924 und eine Tragkraftspritze (TS 8) aus der Zeit um 1974 befinden sich ebenfalls im zukünftigen Feuerwehrmuseum. "Die Idee, ein derartiges Museum einzurichten, ist in den Reihen unserer Ortswehr entstanden", informierte Ortsbürgermeister Rüdiger Seetge. Viele der alten Gegenstände befanden sich vorher in einer angemieteten Scheune des Dorfes.

Vergangenen Freitag wurden die musealen Gegenstände um eine Dauerleihgabe erweitert, denn Tino Krocker und der Maschinist Christian Tamm holten aus Stötterlingen einen alten Anhängerwagen, der in einigen Wochen in Hessen angesehen werden kann. Informationstafeln sollen die Ausstellung dann abrunden.

"Die Eröffnung ist im Juni vorgesehen", informierte Rüdiger Seetge, der sich hier bei Bedarf Führungen von Schulklassen und anderen Gruppen vorstellen kann. Zu den üblichen Öffnungszeiten des Schlosses sollen Besucher auch das Feuerwehrmuseum besichtigen können. Genaue Einzelheiten, die sich auf Öffnungszeiten der Einrichtung beziehen, werden noch beraten. Das neue Museum ist für das Schloss und den Ort eine Bereicherung sein.