Die Arbeiten zur Sicherung und Sanierung des Spiegel-Mausoleums im Landschaftspark Spiegelsberge Halberstadt sind beendet. Seit drei Jahren engagieren sich die Mitglieder des Vereins Halberstädter Berge für den Erhalt des Denkmals.

Halberstadt l Tief in die Spendenkiste haben die Mitglieder des Vereins Halberstädter Berge gegriffen, um das Spiegel-Mausoleum zu sanieren. Allein 4000 Euro haben sie jetzt in die Erneuerung der Sandsteineinfriedung der über 200 Jahre alten Begräbnisstätte des Vaters des Landschaftsparks Spiegelsberge investieren können.

Ernst Ludwig Christoph Freiherr Spiegel zum Diesenberg, der 1785 im Mausoleum beigesetzt wurde, ruht zwar seit 1811 nicht mehr dort. Trotzdem ist das unter Denkmalschutz stehende Mausoleum untrennbarer Bestandteil des Parks, der "zu den schönsten und reizvollsten Parks in Deutschland gehört", betonte Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke (Linke) gestern anlässlich der Fertigstellung der Einfriedung. Der Erhalt des Denkmals steht seit 2011 auf der Prioritätenliste des Vereins.

Gestern Nachmittag ist der zweite und vorerst letzte Bauabschnitt zur Sanierung des Mausoleums abgeschlossen worden. "Unser Engagement ist ganz stark von der Spendenbereitschaft der Bürger und Unternehmen abhängig. Wir freuen uns, dass die Berge so viele Fans haben", unterstrich Vereinschef Chris Schöne auf Nachfrage der Volksstimme. So gelang es in den zurückliegenden drei Jahren unter anderem, die Sandsteinpfeiler zu säubern, auszubessern beziehungsweise die ausgebrochenen Bereiche zu ergänzen. Außerdem wurden eine Steinlasur aufgetragen, die Treppenstufen gerichtet, die Stützmauer neu verfugt, der ursprüngliche Sockelbereich freigelegt und die gusseisernen Zaunelemente der Mausoleums-Umfriedung auf Vordermann gebracht.

Sage und schreibe 14 000 Euro an Spenden haben die Vereinsmitglieder dafür in nur drei Jahren zusammengetragen. Mirko Zerwell, zweiter Vorsitzender des Vereins: "Nicht zu vergessen die unzähligen Stunden, die die Vereinsmitglieder von ihrer Freizeit investiert und selbst Hand am Bauwerk angelegt haben." Oberbürgermeister Andreas Henke dankte allen, die das Vorhaben unterstützt haben.

Die 32 Frauen und Männer vom Verein Halberstädter Berge, der 2010 aus der Taufe gehoben wurde, polieren am Glanz eines besonderen und einmaligen Schatzes, den Spiegel-, Theken- und Klusbergen. Sie haben sich auf die Fahne geschrieben, die Naturperlen im Süden der Stadt zu bewahren und sie noch stärker in den Fokus des Tourismus zu rücken.

An Zielen fehlt es dem Verein Halberstädter Berge nicht. Mirko Zerwell: "Zu den nächsten Vorhaben gehören die Sicherung und Sanierung der eindrucksvollen Klusfelsen und auch der Wiederaufbau der Teufelstalbrücke, von der nur noch die Pfeiler vorhanden sind."