Dieses Rohrsheimer Kindertagesstätten-Fest war kein gewöhnliches. Es handelte sich um eine Dankeschön-Party für die vielen Gönner, die der Einrichtung quasi ein neues Spielgelände ermöglichten.

Rohrsheim l Schon die vielen parkenden Autos in der Oesternstraße zeigten an, dass im Garten der Kita "Rohrspatzen" etwas los ist. Das Elternkuratorium der Kita hatte eingeladen, um Danke zu sagen. Danke an die vielen Privatpersonen, Firmen, Vereine und Institutionen, die die Tagesstätte in der Zeit des Umbauens und Umgestaltens der Gartenfläche unterstützt haben.

An diesem Nachmittag blieb niemand unerwähnt. So gab es Orden für all diejenigen, die mit ihrer tatkräftigen Hilfe die Umbauten ermöglichten, sei es in der Einrichtung oder im Garten. Beispielsweise die Stuhlfabrik Benneckenstein, die für einen hohen vierstelligen Betrag einen "Elfenturm" stiftete.

Dass es das Elternkuratorium um Vorsitzende Ute Roßberg war, das diesen Nachmittag - natürlich zusammen mit den Erzieherinnen - organisiert hat, zeugt schon von einer besonders guten Zusammenarbeit. Diese drückt sich auch in einer Weiterbildung aus, an der Vertreter des Kuratoriums, der Erzieherinnen, des Dorfklubs und der Stadt als Träger der Einrichtung teilnehmen. "Elternarbeit" heißt dieses Projekt, mit dem die Kita "Rohrspatzen" ein besonderes Profil erarbeitet, das ihr letztendlich auch den Fortbestand sichern soll. Denn angesichts sinkender Kinderzahlen in den nächsten zehn Jahren wird die Stadt wohl nicht alle ihre zwölf Einrichtungen halten können. Momentan betreut die Rohrsheimer Kita 42 Mädchen und Jungen vom Krippen- bis zum Hortalter und ist damit voll bis unters Dach.

Es waren viele Eltern, die in den zurückliegenden eineinhalb Jahren im Spielgarten der Tagesstätte Hand angelegt haben, zum Beispiel beim Bau eines Carports als Sonnenschutz über dem Sandkasten oder bei der Pflasterung einer Terrasse.

Für das Rohrsheimer Elternkuratorium sei die enge Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder und allen örtlichen Vereinen bereits Normalität, berichtete Vorsitzende Ute Roßberg. "Sollte dies nicht überall so sein?"

Festgehalten wurde das Geschehen auf der Party übrigens von den Kinderfotografen Melissa und Tony. "Die Hortkinder fotografieren schon lange. Sie sind von selber darauf gekommen", berichtete Leiterin Kornelia Bergesch. "Sie haben schon Fotografien von prägnanten Plätzen und Häusern des Ortes für einen Kalender zusammengestellt".

Die Kinder führten den vielen Gästen natürlich ein Programm auf. "Wisst ihr überhaupt, was für coole Kinder ihr habt", fragte die Leiterin schließlich in die Runde. "Wir wissen es und sind ganz stolz, eure Kinder auf ihrem Weg begleiten zu dürfen."

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