Der Wusch nach einem geeigneten Raum für Begegnungen ist nicht neu in Vogelsdorf. Die Idee, diesen Raum in die Nicolaikirche zu integrieren, jedoch separat begehbar zu machen, stößt bei allen Beteiligten auf Zustimmung.

Vogelsdorf l "Vogelsdorf ist zwar nicht das größte Dorf im Huy, jedoch eines der aktivsten", beschreibt Pfarrer Andreas Knorr die Einwohner der kleinen Ortschaft. Das beweisen die Einwohner immer wieder. Jedoch fehlte es bisher an einem geeigneten Raum, um unter einem Dach beisammen zu sein.

In Anlehnung an das Turmprojekt in Eilenstedt, wo eine kommunale Begegnungsstätte in das Kirchengebäude integriert wird, sei in Vogelsdorf die Idee entstanden, auch hier Kommunales und Kirchliches zu verbinden, erzählt Andreas Knorr. Allerdings spricht in Vogelsdorf so einiges gegen die Variante, im Kirchenschiff einen Raum abzutrennen und separat zu nutzen. So würde zum Beispiel eine gläserne Trennwand die Akkustik der Kirche negativ beeinflussen. Außerdem würde jede Anhebnung der Raumtemperatur die Vermehrung der vorhandenen Holzwürmer begünstigen, die im Gebälk und Gestühl hausen. "Der Holzwurm liebt es warm", sagt Holzschutzexperte Helge Reuß.

Daher ist die Idee eines Anbaus an der Nordseite der Kirche, der ausreichend Platz für etwa 40 bis 50 Personen bietet, sowie eine Teeküche und Toiletten enthält, entstanden. Dieser Raum sollte eine Verbindung ins Kirchenschiff haben. Gleichzeitig jedoch sollte der Anbau auch von außen begehbar sein, so dass bei Bedarf auch eine Trennung von Kirche und Kommune erfolgen kann.

Diese Idee hat alle Beteiligten begeistert, nun soll es an die Umsetzung gehen. Eine Planungsgruppe, die sich mit der möglichen Veränderung der Nicolaikirche befasst, ist zusammengekommen, um sich über die nächsten Schritte zu verständigen. Die untere Denkmalschutzbehörde, der Gemeidekirchenrat, das Kirchspiel, der Ortschaftsrat, die Gemeinde Vogelsdorf, der Pfarrer, ein Holzschutzgutachter und das Landesamt für Denkmalschutz sitzen an einem Tisch.

"Alle Beteiligten sind dafür und jetzt geht es um das Wie", erklärt Andreas Seetge vom Ortschaftsrat Vogelsdorf. Unterlagen müssen eingereicht, Anträge gestellt und alle erforderliche Genehmigungen eingeholt werden. Das ist der Beginn eines langen Weges, so Seetge.

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