Schwanebeck l Das diesjährige Fest des Schützenvereins Schwanebeck ist auf eine beachtliche Resonanz gestoßen. Speziell die Nachmittage für die Rentner und für die Kinder zogen die Besucher magisch an. Der Vorsitzende des Schwanebecker Vereins, Wolfgang Kippe, machte bereits am zweiten Festtag ein zufriedenes Gesicht. "Das Fest wird von der Bevölkerung gut angenommen", meinte er beim Zwischenfazit gegenüber der Volksstimme.

Besonders die beiden Themennachmittag hatten es den Einwohnern der Stadt angetan. So fanden sich die Senioren zu Kaffee und Kuchen im Festzelt ein und die Kinder nutzten das breite Angebot des Rummels, um sich zu vergnügen. Viele Familien erschienen auf dem Festplatz und schauten sich neugierig um. "Das ist eine gute Sache", befand Wolfgang Kippe. "Schließlich sind wir immer an talentiertem Nachwuchs interessiert. Das Fest kann einen guten Beitrag dazu leisten." Schon traditionell arbeiten die Schützen in Sachen Nachwuchs mit den Schulen und dem Hort der Stadt zusammen.

Die Schießveranstaltungen hatten die Teilnehmer allesamt im Vorfeld des Schützenfestes absolviert. "Die Zahl der Teilnehmer lag in einem guten Bereich", schätzte der Vorsitzende ein. Die Wettkämpfe bei den Kindern lockten allein 30 junge Teilnehmer an. So durften sich Jeremy Nolte - als Kinderkönig - und Ronja Both - als Königin - freuen, denn sie hatten sich jeweils in großen Starterfeldern durchgesetzt. Der Titel "Jugendkönigin" ging an Johanna Kippe. Sie setzte damit eine gute Tradition fort. In der Vergangenheit hatte sie sich mehrfach den Titel "Kinderkönigin" erkämpft.

Am Schießen um den Königstitel der Männer nahmen zehn Mitglieder teil. René Tschentschner setzte sich am Ende durch. Er kennt sich damit aus, hat er doch schon mehrfach diesen Titel geholt. Bei den Frauen traten vier Schützinnen in den Wettbewerb. Caroline Böhme freute sich über den Sieg.

Die Beteiligung am Volkskönigschießen war in diesem Jahr eher mäßig, immerhin stritten sieben Hobbyschützen um den Titel und erreichten dabei gute Ergebnisse. Letztendlich durfte Marcus Miede erstmals den Titel in Empfang nehmen, was ihm im Festzelt großen Applaus bescherte.

Kaiser und Kaiserin bleiben drei Jahre im Amt

Eine Premiere gab es auch noch für die Schwanebecker. Zum ersten Mal wurde ein sogenanntes Kaiserschießen veranstaltet. "Daran durften nur die ehemaligen Könige und Königinnen unseres Vereins teilnehmen", erklärte Wolfgang Kippe. "Dieser neue Titel wird für drei Jahre vergeben." Während die anderen Majestäten traditionell Ketten verliehen bekommen, erhielten die Kaiser bestickte Umhängeschärpen, auf denen ihre Namen verewigt sind. Michael Kippe nahm die Ehrung als erstes männliches Mitglied der Vereins entgegen. Carolin Böhme ist die erste Schützenfrau, die sich Kaiserin nennen darf. Sie war überglücklich, durfte sie sich damit gleich über zwei Titel in diesem Jahr freuen. Entsprechend war der Beifall der versammelten Schützen und Gäste für ihre tollen Leistungen.

Auch die Tanzveranstaltung am zweiten Festtag war sehr gut besucht. "Wir hatten bereits zum Start einen Tanzabend angeboten", sagte Kippe. "Allerdings war die Resonanz nicht so gut. Da müssen wir einmal sehen, wie wir das künftig anders planen."

Der Abschlusstag begann mit dem großen Festumzug, an dem Gastvereine teilnahmen. Der Männerchor, der Sportverein, die Feuerwehr und befreundete Vereine aus der Region nahmen daran teil. Etwa 150 Teilnehmer marschierten zu den Klängen der Schwanebecker Musikanten. Der sich anschließende Frühschoppen zog sich bis etwa 14 Uhr hin.

"Ich möchte mich noch einmal bei allen fleißigen Helfern, speziell bei Werner Mues, Karl-Heinz Klietz sowie Herbert Schütze bedanken", schloss Wolfgang Kippe seine Ausführungen.