Ein Trafohäuschen, unweit vom Wegelebener Markt, hat sich in ein kleines, schmuckes Fachwerkhaus verwandelt. Im Auftrag der Firma Eon Avacon ist der ehemals graue Klotz zu einem echten Hingucker geworden.

Wegeleben l Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer (CDU) traut seinen Augen kaum, als er das Trafohaus der Eon Avacon in der Nähe des Wegelebener Marktplatzes erblickt. Nur mit Spraydosen ausgestattet, haben Mitarbeiter der Firma artefx dem kleinen Gebäude einen neuen Anstrich verpasst, der sich sehen lassen kann. "Das ist ein Anblick, wie er einfach in das Stadtbild von Wegeleben hineinpasst", stellt Zimmer bewundernd fest. Er schaut auf ein echtes Fachwerkhaus im Hintergrund und nickt anerkennend. "Da haben die Graffiti-Künstler aber ganze Arbeit geleistet." Diese freuen sich über das Lob und teilen dem Stadtoberhaupt mit, dass sie solche Aufträge schon öfters abgearbeitet hätten. Das kleine Haus strahlt im Sonnenschein und Zimmer streicht mit den Fingern über ungläubig über aufgesprühte Fenster und eine Tür. "Das ist täuschend echt", befindet er zufrieden.

Die Verschönerung der Trafostation kommt nicht von ungefähr, wenn auch die professionelle Ausführung den Bürgermeister überrascht hat. Zimmer wusste schon im Vorfeld von dem Vorhaben der Eon Avacon. "Vor gut zwei Monaten habe ich einen Anruf von einem Mitarbeiter des Stromanbieters bekommen", schildert er. "Ich wurde gefragt, ob es Einwände gegen eine farbliche Gestaltung der Stationen in unserer Stadt geben würde." Zimmer, der immer für gute Ideen zu haben ist, war sofort Feuer und Flamme.

"Nachdem ich zugesagt hatte, wurde ich um Vorschläge für die Gestaltung gebeten", fährt der Bürgemeister fort. "In den denkmalgeschützten Kernbereich von Wegeleben passt sicher ein Fachwerkhaus als Motiv ganz gut, war meine Auffassung."

Diesen Gedanken haben die Mitarbeiter der Firma artefx aufgegriffen. Nur mit Spraydosen unterschiedlicher Farben bewaffnet zauberten die Graffitikünstler, innerhalb von wenigen Stunden ein Schmuckstück - artefx ist übrigens die erste Firma in Deutschland, die im Auftrag der Netzbetreiber deren Objekte verschönert.

Finanziert wird das Projekt in Wegeleben von Eon Avacon. Firmenvertreter Thomas Braumann, der ebenfalls anwesend ist, meint: "Die Kosten für dieses Trafohaus betragen rund 1000 Euro. Bei größeren Stationen kommen schon einmal mehrere tausend Euro zusammen." Pro Jahr lässt Avacon vier Stationen von den Graffitikünstlern der artefx gestalten.

Hans-Jürgen Zimmer bedankt sich noch vor Ort bei Thomas Braumann für die Umsetzung und bringt gleich noch eine weitere Trafostation ins Gespräch. Diese findet sich auf dem Steinweg/Ecke Trift. Der Firmen-Vertreter freut sich über das große Interesse. "Wenn auch nicht mehr in diesem Jahr, die Station wird auf alle Fälle mit in das Programm aufgenommen", erklärt er lächelnd.