Erstmals hat am Dienstagabend der neugewählte Ortschaftsrat Langenstein getagt. Zum neuen Ortsbürgermeister ist der Landwirt Jürgen Meenken (CDU) gewählt worden.

Halberstadt l Der Ortschaftsrat Langenstein hat sich am Dienstagabend konstituiert. Ganz oben auf der Tagesordnung hat die Wahl des Ortsbürgermeisters gestanden. Nach dem Motto "Es kann nur einen geben" ist aus den Reihen der im Mai neugewählten Abgeordneten ein Kandidatenvorschlag für die Besetzung des Ehrenamts gekommen: Jürgen Meenken (CDU), der einstimmig gewählt wurde.

Der Christdemokrat und in Langenstein ansässige Landwirt hatte zur Kommunalwahl mit 561 Stimmen im Ort das beste Ergebnis, gefolgt von Alt-Ortsbürgermeisterin Ursula Kirste (CDU) mit 375 Stimmen. Die Langensteinerin ist zur stellvertretenden Ortsbürgermeisterin gewählt worden.

"Wenn mir das jemand vor 20 Jahren gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt", freute sich Jürgen Meenken über das Votum. Er will sich gemeinsam mit den Ortschaftsräten in den kommenden fünf Jahren für das Wohl des Ortes und der Bürger einsetzen. "Wir wollen dabei nicht nach Parteibuch entscheiden, sondern im Interesse des Ortes handeln", steckte Jürgen Meenken den Weg der künftigen kommunalpolitischen Arbeit im Ortschaftsrat Langenstein ab.

Die ersten Entscheidungen standen bereits an. Die im Langensteiner Gewerbegebiet "Unter den Weiden" ansässige Firma Novatex will den Standort ausbauen. Geplant ist ein Hallenneubau. Holger Werkmeister (FDP) schlug vor, dass das Unternehmen als Flächenausgleich für den Neubau die alte Abdeckerei abreißen sollte. Am verfallenen Gebäude werde immer wieder Müll illegal entsorgt. "Ist die Ruine weg, wäre das Landschaftsbild am Goldbach auch wieder hergestellt", so der Abgeordnete. Der Aufstellungsbeschluss für das Bauvorhaben wurde einstimmig beschlossen.

Zoff gab es hingegen um die von der Stadtverwaltung Halberstadt erarbeitete Neufassung der Friedhofsbenutzungs-Satzung. Ende des Jahres laufen die bisher in fünf Ortsteilen gültigen Satzungen aus, informierte Thomas Preiß von der Stadtverwaltung. Weil sich der Inhalt der Satzungen nur in Nuancen von Ort zu Ort unterscheidet, wolle man eine einheitliche Ordnung beschließen, die ab 1. Januar 2015 gültig ist.

Jürgen Meenken und weitere Ortschaftsräte kritisierten, dass in der neuen Satzung keine Gebühren ausgewiesen sind. "Die müssen wir noch kalkulieren", so Preiß. Darauf der Ortsbürgermeister: "Ich brauche Zahlen, um den Bürgern zu erklären, was sie in Zukunft zu zahlen haben." Einstimmig ließ der Ortschaftsrat den Satzungsbeschluss durchfallen.