Sieben Ortschaftsratsmitglieder und ein Bürgermeister werden sich in den kommenden Jahren um die Belange Berßels kümmern. Im Mittelpunkt wird die weitere Sanierung des Schlosses stehen.

Berßel l Unter den zahlreichen Ortschaftsratssitzungen in den letzten Wochen gehörte die konstituierende Sitzung der Berßeler Ratsmitglieder zu denen, auf denen kein Bürgermeister gewählt werden musste. Die Amtszeit des noch direkt von den Einwohnern des Osterwiecker Ortsteils gewählten Bürgermeisters Jürgen Seubert war zum Zeitpunkt der Kommunalwahl noch nicht abgelaufen. Entsprechend nahm Seubert, der wie seine Ortschaftsratskollegen über die Liste der Wählergemeinschaft Berßel gewählt wurde, sein Mandat als Ratsmitglied nach der Wahl im Mai nicht an - hat er als Ortsbürgermeister doch ohnehin Stimmrecht.

Zu Seuberts Stellvertretern wählten die Berßeler Ortspolitiker Heike Wiese und Ulrich Kolbe, die ebenfalls bereits in der vergangenen Legislaturperiode das Ehrenamt innehatten.

Wie in fast allen Osterwiecker Ortsteilen beschäftigt auch die Berßeler die Grünflächenpflege durch den Bauhof. Viele Einwohner übernehmen bereits die Instandhaltung öffentlicher Flächen. "Aber alles über Eigeninitiative wird auch nicht gehen", sagt Bürgermeister Seubert. Für das Engagement der Berßeler haben die Feierlichkeiten im vergangenen Jahr viel geholfen, so Seubert: "Der Ort ist an der 1000-Jahr-Feier gewachsen."

Die Arbeit des Ortschaftsrates wird in nächsten Jahren vor allem die Sanierung des Schlosses bestimmen. Der Zuwendungsbescheid für den dritten Bauabschnitt liege bereits vor, sagt Jürgen Seubert. Im Frühjahr 2015 sollen die Bauarbeiten an der Fassade beginnen. Zum Ende des Jahres sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein, so Seubert. Neben der Schlosssanierung wünscht sich Jürgen Seubert die Erneuerung der Straße Brockenblick, die sehr desolat sei.