Gäste aus der Partnerstadt Laer kommen regelmäßig nach Badersleben. Bei ihren jüngsten Besuch haben die 27Gäste aus Nordrhein-Westfalen viel erlebt und Freunde wiedergetroffen.

Badersleben l Einmütig sitzen Menschen aus Baderleben und Laer gemeinsam an der Bockwindmühle und genießen die gemeinsame Zeit. Die Beziehung zwischen beiden Orten besteht schon lange.

Bereits zu DDR-Zeiten habe die evangelischen Frauenhilfe aus Laer mit Baderslebenern Kontakte und Freundschaften gepflegt. "Wir haben damals Pakete geschickt und Briefe geschrieben", berichtet Ulrike Kluck aus Laer, auch gegenseitige Besuche seien immer schön und aufregend gewesen.

Kluck: "Nach der Grenzöffnung wurden die Gemeinden im Westen aufgefordert, zu passenden Gemeinden der damaligen DDR Kontakt zu suchen und über Partnerschaften und Schützenhilfen nachzudenken." Der damalige Diakon habe eine Verbindung nach Badersleben hergestellt, eine Delegation von SPD und CDU war schnell vor Ort, um sich umzusehen. Man sei sich rasch einig geworden, erinnert sich die Frau aus Nordrhein-Westfalen.

Am 3.Oktober 1990 kamen Menschen in fünf Bussen aus Laer, um die Städtepartnerschaft zu besiegeln. Dietmar Küchenmeister erzählt, dass seine Frau und er damals in Laer dem Zahnarzt und dem Tierarzt über die Schulter und vor allem in das unbekannte Abrechnungssystem geschaut habe. "Wir haben die Westwirtschaft gelernt."

Auch Vertreter der damaligen Gemeindeverwaltung in Badersleben seien in Laer "in die Lehre" gegangen. Ortsbürgermeister Olaf Beder nennt die Huylandhalle als Beispiel: "Die baugleiche Halle steht in Laer. Wir haben damals die Pläne eins zu eins nach Badersleben gebracht. Dadurch waren wir schnell genug für Fördermittel", so Beder.

Die Vereine aus beiden Orte pflegen noch heute - nach so vielen Jahren - einen regen Austausch. "Wichtig ist, dass sich einer kümmert, schätzt Olaf Beder ein. In Badersleben sei das Dietmar Küchenmeister, in Laer Ulrike Kluck.

Im September starten die Baderslebenern zu einem Gegenbesuch. "Wir können immer noch voneinander lernen", sagt Küchenmeister. Ein aktuelles Thema sei der sogenannte Rückbau unbenutzter Bahnstrecken und deren Umbau in Radwege. Von den Erfahrungen in Laer könne man im Huy nur profitieren.