Wernigerode/Schierke (dl) l Rettungskräfte und Mitglieder der Bergwacht Wernigerode sind am Dienstagnachmittag mit Blaulicht auf den Brocken geeilt, um einem gestürzten Radfahrer zu helfen. Das 17-jährige Mitglied einer Radfahrergruppe war auf der extrem steilen Abfahrt unterhalb des Goethebahnhofs in Richtung Dreieckigem Pfahl zu Fall gekommen und hatte sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Der junge Mann kam nach dem Einsatz von Bergwacht und Rettungsdienst ins Klinikum Wernigerode.

Die Retter der Bergwacht wurden um 14.51 Uhr zur Unterstützung des regulären Rettungsdienstes alarmiert. "Wir sind dank unseres absolut geländegängigen Allrad-Jeeps in der Lage, Personen selbst aus schwierigem Gelände zu holen", erklärte Bereitschaftsleiter Rüdiger Bößert. Vor Ort, am Kreuzungspunkt von Brockenstraße, neuem Goetheweg und Gleisanlage der Brockenbahn, nahmen die beiden eingesetzten Bergwacht-Mitglieder Sebastian Brüchert und Carsten Christiansen einen Rettungssanitäter auf. Anschließend ging es mit dem Geländefahrzeug parallel zur Bahnstrecke zur Gefällestrecke, an der sich der Unfall ereignet hatte. Nach der ärztlichen Erstversorgung des Verletzten am Unglücksort wurde der 17-Jährige zum Rettungswagen auf der Brockenstraße gebracht. Von dort aus ging es gegen 16.45 Uhr ab in Richtung Krankenhaus.

"Aus unserer Sicht hat der Einsatz reibungslos geklappt, auch die Zusammenarbeit mit Rettungsdienst und Leitstelle war super", bilanzierte Rüdiger Bößert nach einer ersten Auswertung des Einsatzes mit den eingesetzten Mitstreitern. "Allein die Funkverständigung war eine Katastrophe. Wir haben noch keinen Digitalfunk und konnten unsere analoge Technik dort oben nicht einsetzen. Mit der Leitstelle konnten wir nur via Mobiltelefon kommunizieren. Das kann so nicht bleiben", sagte Bößert.