Das Zauberwort heißt "Repowering" und bedeutet nichts anderes, als dass eine alte Anlage durch eine neue mit besserem Wirkungsgrad ersetzt wird. Dieses "Repowering" ist gerade im Windpark Dardesheim zu beobachten.

Badersleben l Reinhard Struch ist Windradbetreiber. Als Industriemechniker hat er vor mittlerweile 21 Jahren begonnen, sich mit Windrädern zu beschäftigen. "Damals galten Übergangsregelungen und die Genehmigung ging relativ zügig, heute ist die Antragstellung wesentlich komplizierter", sagt Reinhard Struch. Seine Anlage, die nun ausgedient hat, steht seit 1995 im Windpark Dardesheim. "In den 20 Jahren hat sich technisch viel getan. Heute wird durch modernste Technik und neue Rotorblattprofile die Windrad-technik optimiert." Außerdem befinde sich das neue Rad höher, und weiter oben wehe eben auch der Wind viel stärker.

Die alte Anlage ist bereits abgeschaltet und wird komplett zurückgebaut. Aus statischen Gründen ist ein Aufstocken nicht möglich, die Technologie sei eine völlig andere. Daneben entsteht der neue Turm aus Beton.

"Wenn alles nach Plan läuft, wird die neue Anlage sehr schnell ans Netz gehen", beschreibt Struch die Arbeiten. Der Rotor werde am Boden zusammengebaut und mittels Kran eingesetzt.

Windräder seien zum größten Teil recyclebar. Selbst die Rotorblätter würden verwertet, diese bestehen aus Metall und Glasfaser. Der Strom, den die Anlage erzeugt, wird in Dardesheim eingespeist.

Windräder drehen sich selbst immer in die optimale Position. Sicherheit wird hier groß geschrieben: Alle drei Monate erfolgt eine Kontrolle und halbjährlich ist eine Wartung fällig.

Die Windbedingungen sind an jedem Standort anders. Die Räder dürfen nicht zu eng stehen, weil sie sich sonst gegenseitig den Wind wegnehmen. Daher sei jede Anlage eine Einzelfallentscheidung. Auch die Lebensdauer eines Windrades müsse ganz individuell bewertet werden, erklärt der Fachmann. In der Regel seien das zwanzig Jahre.

 

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