Bei bestem Wetter und vielen Höhepunkten haben die Aderstedter das Sommerfest in "ihrer" Badeanstalt gefeiert. Bereits seit zehn Jahren betreibt der Förderverein das Bad und hat mit vielen Widrigkeiten und Hürden zu kämpfen.

Aderstedt l Es ist zehn Jahre her, da erfuhren die Aderstedter eher zufällig vom Plan, die Bäderlandschaft in der Gemeinde Huy aus Kostengründen auszudünnen. "Ganz schnell haben wir reagiert und fast über Nacht den Förderverein gegründet." Vereinschef Jens Klaus bringt es auf den Punkt: "Wir kämpfen nun seit zehn Jahren". Dass es als Förderverein eines Freibades immer mal wieder Höhen und Tiefen geben werde, habe er geahnt. Jedoch nicht, dass es so schwierig sein würde, genügend Mitstreiter bei der Stange zu halten. Das Engagement in einem Förderverein habe mit viel Arbeit und nur ab und an mit Spaß und Feiern zu tun. Jetzt aber wurde ordentlich gefeiert - die zehnte Saison als Betreiber des Bades.

Bestes Sommerwetter und jede Menge Badelustige waren Garant für ein schönes Fest. Und zwischen den Höhepunkten konnten sich die Akteure immer wieder mit einem Sprung ins Wasser abkühlen. Jutta Mundt vom Verein beschreibt den Nachmittag: "Perfekt zur Strandlaune unserer Gäste passten die Seemannslieder des Shanty-Chores aus Halberstadt zur Kaffeezeit mit selbstgebackenem Kuchen."

Ein weiterer Höhepunkt sei die Versteigerung von Bildern mit Aderstedter Ansichten gewesen (die Volksstimme berichtete). "Wir danken allen Künstlern und Kreativen."

Für alle Kinder habe es eine Menge Spaß gegeben. "Man konnte sich auf der Hüpfburg austoben, und am Glücksrad oder beim Ziel-Angeln gab es viele Preise zu gewinnen. Und beim Kinderschminken hatten Corinne und Mandy Mnich alle Hände voll zu tun."

Jutta Mundt: "Am Luftballonweitflug nahmen in diesem Jahr 51 Kinder teil, wir sind schon heute gespannt, welcher Ballon die längste Strecke zurücklegt." Im vorigen Jahr sei der Luftballon von Wiebke Krok am weitesten geflogen, er landete im Bördeort Samswegen, 66 Kilometer Luftlinie von Aderstedt entfernt.

Abends sorgte DJ Mike Rudloff für Stimmung. Ein Feuerwerk anlässlich des zehnjährigen Bestehens war die große Überraschung für alle Anwesenden. Zu später Stunde endete das Fest allerdings abrupt mit einem Gewitter.

Zum traditionellen Frühschoppen am Sonntag war das Wetter wieder perfekt und die Party konnte weitergehen.

Jeder Euro hilft dem Verein

Ein Förderverein ist immer klamm und auf der Suche nach Einnahmen. Jeder zusätzliche Euro hilft und selbst die Spende von Salzgurken, die für kleines Geld verkauft wurden, wird dankbar angenommen.

Zum runden Jubiläum übergab der neue Ortsbürgermeister, Maik Berger, eine Urkunde und einen Scheck über 420 Euro. Dieses Geld wurde vom Ortschaftsrat gespendet und unterstreicht die Wertschätzung der Arbeit des Fördervereins. Auch der ansässige Jagdverein kam nicht mit leeren Händen und übergab eine Spende von 100 EUR.

Anlässlich des Jubiläums hatten sich Guido Klaiber, David Meier, Nick Buchholz und Mirko Töpfer etwas Besonderes einfallen lassen. Sie versteigerten selbstentworfene Aderstedt-T-Shirts. Der Erlös geht an den Förderverein.

Die Damen der Seniorentanzgruppe Eilsdorf sind bekannt für ihre Tanzeinlagen und ihre fantasievollen Kostüme und brachten Stimmung in die Runde. Auch sie kamen nicht mit leeren Händen. Renate Voigt überreichte ein Sparschwein, das von den Seniorinnen immer wieder gefüttert worden ist. Diese und noch weitere Einzelspenden werden dem Förderverein dabei helfen, auch die kommende Saison 2015 zu meistern.

Neben der Freude über das Jubiläum findet Jens Klaus auch nachdenkliche Worte, die in die Richtung der Gemeinde gehen. Er wünscht sich künftig eine Gleichbehandlung aller Freibäder, die durch Fördervereine betrieben werden. "Ich weiß, dass der Kuchen nicht groß ist, jedoch muss er gerecht aufgeteilt werden."

Die "Aderstedter Hupfdohlen" hatten für alle Gäste noch eine Überraschung parat, in Kostümen aus den letzten Jahren sangen sie ein selbstgedichtetes Lied über die Badeanstalt und den Förderverein.

"Der Förderverein Badeanstalt Aderstedt bedankt sich bei den vielen Besuchern, die uns gezeigt haben, dass sich die viele Arbeit lohnt. Und natürlich danken wir allen Sponsoren und allen Helfern, sagt Jutta Mundt im Namen des Vereins.

   

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