Der Nachwuchs im Tiergarten lockt die Besucher. Sehr zur Freude von Zooinspektor Michael Bussenius. Zum Tiergartenfest wird er die Jungtiere besonders in den Fokus rücken. Für das noch namenlose Alpaka-Baby haben die Volksstimme-Leser viele Namensvorschläge eingereicht.

Halberstadt l Der kleine weiß-graue Alpaka-Hengst knurrt. Mutter "Pauline" antwortet leise. "Alpakas halten so Kontakt. Wie bei allen Kamelarten sind die Rufe wichtiges Kommunikationsmittel", erläutert Michael Bussenius. Der stellvertretende Tiergartenleiter hat den kleinen Hengst im Arm, die Eltern lassen das Jungtier nicht aus den Augen. Noch separiert von Eseln und Ziegen, stehen Mutter und Kind am Stall. Der Vater streckt seinen Kopf über den kleinen Zaun, schnuppert mal an der Mutter, mal am Nachwuchs. "So sollte es sein", sagt Bussenius zufrieden. Der kleine Alpakahengst wächst und gedeiht, die Mutter kümmert sich gut um ihren Erstgeborenen.

Anders als bei Kamelstute "Fatima" ist der Nachwuchs hier nicht verstoßen worden, sondern Bestandteil des Herdenlebens, das die höckerlosen, Wolle liefernden Kamele mit zwei Graueseln und einigen Ziegen im Tiergarten Halberstadt führen.

Doch wie soll der Nachwuchs gerufen werden? Alfonso? Andy? Alfred? Aljoscha? Die Vorschläge für das neugeborene Alpaka-Baby im Tiergarten Halberstadt sind zahlreich. Gemeinsam haben Volksstimme-Redaktion und Zoo- inspektor einen Namen ausgewählt. Welcher das ist, dieses Geheimnis wird am Sonntag, dem 24. August, gelüftet. Wenn zum 34. Tiergartenfest eingeladen wird, steht auch die Taufe des kleinen Alpakas auf dem Programm.

Eine besondere Rolle kommt bei dem Fest "Leila" zu, dem vor 13 Wochen geborenen Trampeltier-Stutfohlen, verspricht Michael Bussenius. Sie wird von ihm mit der Flasche aufgezogen und entwickele sich prächtig.

Davon können sich nicht nur die Festgäste überzeugen, sondern auch alle anderen Besucher des Tiergartens. Steht die kleine Kameldame doch tagsüber im Ponygehege. Sie übernachtet im Stall bei den großen Kamelen, allerdings in einem abgetrennten Bereich. "Dennoch können die Tiere sich hören und riechen, sodass eine Gewöhnung aneinander stattfindet. Wir können ,Leila` bestimmt bald in das Gehege zu ihrer Mutter und ihrem Stiefvater bringen", sagt Michael Bussenius.