Weil in der erstplatzierten Frauenmannschaft mehr als doppelt so viele starke Arme zogen wie im zweitplazierten Männerteam, sind beim Tankerziehen in Aderstedt kurzerhand zwei Sieger gekürt worden. So entbrannte auch keine Streit um die flüssige Siegprämie.

Aderstedt l Vom sogenannten "schwachen Geschlecht" ist nicht viel zu bemerken, als die Damen ihre Muskeln spielen lassen. Die Stoppuhr beweist es: Die Frauen ziehen das große Feuerwehrauto am schnellsten von allen Mannschaften. Allerdings sind sie zu zwölft und damit etwa mehr als doppelt so viele Teammitglieder wie offiziell erlaubt.

An erster Stelle geht es beim Ziehen des Feuerwehrautos zum Sommerfest in der Badeanstalt Aderstedt zwar um den Spaß. Doch gleich danach kommt die Ehre. Und an dieser fühlen sich die unter dem Namen "Feuerwehrersatzmannschaft" angetretenen Männer André Sauerzapf, Guido Klaiber, Mario Pinkling, Mirko Toepfer und Niko Ohse doch gepackt. Ein stiller Protest hat jedoch gereicht, und prompt fällt Spielleiter und Oberkampfrichter Jens Klaus das salomonische Urteil: "Freibier für beide Mannschaften."

Den Männern des Fördervereins, die 10,71 Sekunden brauchen, um das Fahrzeug über die Ziellinie zu ziehen, kommt der Gedanke an einen Protest. Sie werden das Gefühl nicht los, dass der Fahrer des Feuerwehrautos, Bernd Lange aus Aderstedt, den Fuß absichtlich zu lange auf der Bremse hatte. Beweisen können sie es nicht. Am Ende überwiegt auch bei ihnen der Spaß. Außerdem ist für die Männer des Fördervereins ein Bier aus dem Siegerfässchen drin.

Dieses Tankerziehen ist nur einer der vielen Höhepunkte mit denen der Förderverein Badeanstalt Aderstedt das besondere Sommerfest begeht.

Seit zehn Jahren zeichnet der Förderverein als Betreiber für sämtliche Belange der Badeanstalt verantwortlich. Jutta Mund vom Vorstand, die übrigens zur siegreichen Frauenmannschaft gehört, freut sich über die große Resonanz, die das Sommerfest bei allen Gästen aus Aderstedt und Umgebung gefunden hat. "Das zeigt uns, dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind und dass unsere Badeanstalt für Aderstedt wichtig ist." Nicht zuletzt sei diese Bestätigung auch Ansporn für die Mitglieder des Fördervereins, weiterzumachen.

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