Eine besondere Ferienaktion hat die Kinder von Wegeleben in den Stadtpark gelockt. Das "Abenteuer Klettern" bot den Teilnehmer der Sommerspiele die Möglichkeit, einmal nach Herzenslust an den einzelnen Stationen herumzuturnen.

Wegeleben l Unterstützt vom Jugendamt der Kreisverwaltung Harz und dem örtlichen Heimatverein "Zum Eulenturm" bot Jugendbetreuerin Bettina Wloch den Teilnehmern im Wegelebener Stadtpark drei unvergessliche Stunden zum Thema Klettern an. Die Mitarbeiter des Jugendamtes hatten die Station gerade aufgebaut, da trafen auch schon die ersten Kinder ein. Sofort gab es Hochbetrieb an den Seilen.

Schon bald herrschte eine fröhliche Stimmung und die Teilnehmer der Ferienspiele versuchten sich beim Kistenstapeln, im Kletterparcours und an der Seilrutsche. An Holzblöcken schlängelten sich die gewiefter Kletterer. Die schwankenden Bauteile boten Absätze, an den sich die Kinder in die Höhe ziehen konnten. Lisa (neun Jahre alt) aus Wegeleben schaffte es bis ganz nach oben und ließ sich mit den Sicherungsseilen behutsam wieder nach unten ziehen. Wenig später stapelte sie schon wieder Getränkekisten in die Höhe. Nach der zwölften Kiste wurde der Turm aber zu instabil und krachte in sich zusammen. Das machte aber nichts, schließlich wurden die Leistungen der Kinder nicht bewertet. Großen Spaß hatten alle an den Aktionen.

Die Station mit der Seilrutsche betreute Bettina Wloch persönlich. Hier mussten sich die Kinder an einem Holzgriff festhalten, um dann gleich darauf in luftiger Höhe durch den park zu sausen. "Diese Rutsche ist ein echter Renner bei den jüngeren Teilnehmern", wusste die Betreuerin zu berichten. Insgesamt kamen etwa 60 Kinder in den Park.

Dort fanden sie aber nicht nur die Spielestationen vor. Der Kultur- und Heimatverein der Stadt hatte hier einen Stand aufgebaut, an dem es Getränke und leckeren selbstgebackenen Kuchen gab. Doreen Mauritz brachte noch Wassermelonen vorbei, die ebenfalls ihre Abnehmer fanden.

Bernd Moczko, Erlebnispädagoge des Jugendamtes, half beim Kletterparcours der zwölfjährigen Alina aus Wegeleben - sie balancierte auf einem Spanngurt. Er hatte sich mit Klaus Buchholz Verstärkung mitgebracht. Dieser ist Jugendpfleger der Stadt Quedlinburg.

Der Besuch in Wegeleben war eine willkommene Abwechslung für ihn. "Seine Hilfe ist ein gutes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit", befand Bernd Moczko anerkennend.

Die Kinder nehmen die Angebote wirklich gut an. Besonders die bewegungsaktiven Angebote kommen sehr gut an."

Bettina Wloch, Jugendbetreuerin

Bettina Wloch ist mit dem Ablauf der Ferienspiele sehr zufrieden. "Die Kinder nehmen die Angebote wirklich gut an", sagte sie. "Ich bin an den Tagen nie allein. Besonders die bewegungsaktiven Angebote kommen sehr gut an." Auch die Beteiligung an den Kreativkursen sei bemerkenswert.

"In Rodersdorf habe ich Tipps für die Ausgestaltung eines Geburtstages gegeben", erklärte sie. "Da war wirklich eine Menge los und die Teilnehmer haben die Spiele begeistert aufgenommen. Beim Topfschlagen oder dem Stühlerücken herrschte ein gewaltiger Betrieb." Als Geburtstagskind präsentierte sie den Teilnehmern an diesem Tag einen Teddy. Auch der Thementag zum Wetter ist auf eine gute Resonanz gestoßen. "Wir haben Experimente mit Wasser und dem Sonnenlicht gemacht", erläuterte die Betreuerin. "Bei den Erklärungen zu den Bewölkungszuständen und den elektrischen Entladungen bei einem Gewitter haben alle aufmerksam gelauscht."

   

Bilder