Halberstadt. Die Situation, dass Opfer des Hordorfer Zugunglücks auch im Ameos-Klinikum St. Salvator in Halberstadt behandelt werden, veranlasste Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke dazu, sich am Sonntag auf der Intensivstation nach dem Zustand der Verletzten zu erkundigen.

Während seines Gespräches gestern früh mit dem Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Klaus Begall, bot er die Hilfe und Unterstützung der Stadt Halberstadt an. "Den Ärzten und dem Pflegepersonal gebührt große Hochachtung für die engagierte, schnelle und professionelle Hilfe", unterstreicht Henke.

"Mit diesen Leistungen haben die Mitarbeiter erneut bewiesen, dass das Halberstädter St. Salvator Klinikum ein Schwerpunktkrankenhaus der Region ist und die gestellten Anforderungen umfänglich erfüllt."

Oberbürgermeister Andreas Henke ist bestürzt über das Ausmaß des Zugunglücks und spricht den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. Wenn der Gesundheitszustand der Verletzten es zulässt, wird er sie in Absprache mit den Ärzten persönlich im Krankenhaus aufsuchen. Harald Böer, Chef der Halberstädter Feuerwehr, informierte auf Nachfrage der Volksstimme, dass Feuerwehrleute aus der Kreisstadt zum Rettungseinsatz in Hordorf nicht angefordert wurden. Auch Mitglieder des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks Halberstadt sind nicht zum Einsatz gekommen, wie Thomas Moritz bestätigte. "Es war schweres Bergungsgerät gefragt, das besitzen wir nicht", so Moritz.

Schwer beschäftigt waren hingegen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes des Landkreises Harz. Wie der Leiter des Eigenbetriebs, Michael Werner, gestern auf Nachfrage der Volksstimme berichtete, waren insgesamt elf Sanitäter sowie ein Notarzt vor Ort gewesen. "Der Eigenbetrieb war mit fünf Rettungswagen sowie einem Notarzt-Fahrzeug an der Unglücksstelle", so Werner. Die Mitarbeiter hätten vor Ort die leicht- bis mittelschwerverletzten Menschen behandelt und sie anschließend in die Krankenhäuser nach Halberstadt und Wernigerode gebracht. Um 23 Uhr wären die Rettungskräfte alarmiert worden und hätten sich sofort auf den Weg zu der Unglücksstelle gemacht, berichtet Michael Werner.