Rund sieben Millionen Euro investiert der Regionalbereich West der Landesstraßenbaubehörde in diesem Jahr in die Erhaltung ihres Netzes. Einige Projekte sind abgeschlossen, einige in Arbeit, weitere in Vorbereitung.

Halberstadt l Rund 2,5 Millionen Euro für Bundes- und etwa 4,5 Millionen Euro in Landesstraßen werden nach Angaben von Stefan Hörold in diesem Jahr im Harzkreis investiert. Insgesamt handelt es sich dabei um fast 70 Kilometer, die in unterschiedlicher Weise instand gesetzt werden.

Wie der zuständige Bereichsleiter des Regionalbereiches West der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt mit Sitz in Halberstadt erläutert, reicht das Repertoire von einfachen Flickungen und Oberflächenbehandlungen über das Abfräsen und den Wiedereinbau von Asphaltdeckschichten bis hin zu einer grundhaften Erneuerung des Fahrbahnoberbaus.

Einige dieser Projekte konnten laut Hörold bereits vollendet werden. So zum Beispiel der Abschnitt der L 88 zwischen Schauen und Osterwieck für rund 150 000 Euro. Ebenfalls fertiggestellt worden ist die L 243 Gernrode-Mägdesprung. Hier liegen die Gesamtkosten bei etwa 230 000 Euro.

Da der Regionalbereich West neben dem Harz- auch für den Salzlandkreis und somit für insgesamt ungefähr 1500 Kilometer Straße zuständig ist, wurden bei den Nachbarn ebenfalls Vorhaben umgesetzt. Dazu gehören die L 74 zwischen Alsleben und Bründel, die Ortsdurchfahrt Wolmirsleben und die L 71 Neu Staßfurt-Unseburg.

Noch im Bau befinden sich momentan die B 185 Mägde-sprung-Alexisbad zusammen mit der B 242 Harzgerode-Mägdesprung. Für beide Straßen werden rund 950 000 Euro aufgewendet.

Kurz vor dem Start steht nach Ankündigung von Stefan Hörold die Sanierung der L 85 von Morgenrot bis Quedlinburg für geplante 110 000 Euro. Der Regionalbereichsleiter: "Hier wird die Bauzeit lediglich eine knappe Woche betragen, da nur eine spezielle dünne Asphaltschicht aufgetragen werden muss." Ebenfalls zum Programm gehören die B 242 in der Ortsdurchfahrt Siptenfelde für gut 150 000 Euro, die B 81 zwischen Cattenstedt und Blankenburg (etwa 150 000 Euro) und die B 242 von Trautenstein bis zur Landesgrenze Niedersachsen (rund 900 000 Euro).

Auch auf den Landestraßen soll sich in den nächsten Wochen noch einiges tun. Vorgesehen für Instandsetzungen sind die L 66 in Hedersleben, die L 78 zwischen Aderstedt und Pabstorf (ungefähr 200 000 Euro), die L 236 Breitenstein-B 242 (geplant 250 000 Euro), die L 239 Bad Suderode-Quedlinburg (etwa 850 000 Euro) sowie die L 240 Friedrichsbrunn-Thale (rund 1,2 Millionen Euro).

Bei all diesen Projekten werden die Asphaltdecken erneuert. Hörold: "Prinzipiell muss bei den vorhandenen Fahrbahnbreiten wegen der geltenden Arbeitsschutzbestimmungen unter Vollsperrung gearbeitet werden." Dadurch soll eine Gefährdung der Beschäftigten durch Fahrzeuge verhindert werden. Das stößt bei Busfirmen, speziell im Schülerverkehr, "auf wenig Gegenliebe". Die Landesstraßenbaubehörde versucht deshalb, die Ausführung ausgewählter Bauvorhaben in die Ferienzeit zu legen. Was für die Verkehrsteilnehmer mit Umleitungen und längeren Fahrzeiten verbunden ist, hat aber für die Baustelle einen günstigen Nebeneffekt. Die Zeit der Arbeiten können zum Teil erheblich verkürzt und die Kosten verringert werden. Auch auf die Qualität des Asphalts wirken sich die Vollsperrungen positiv aus.

In den vergangenen Jahren hat sich der Schwerpunkt vom weiteren Neu- und Ausbau hin zu einer optimalen Erhaltung der Straßen verschoben, sagt der Fachmann. Das heißt keineswegs, dass das Netz nicht weiter komplettiert werden soll. Vielmehr haben die in den letzten 20 Jahren errichteten Verkehrswege ein Alter erreicht, wo kontinuierlich und systematisch der Status Quo des Bestehenden optimal gesichert werden muss.