Halberstadt (dl) l Nach dem Brandanschlag auf ein Mehrfamilienhaus in der Gröperstraße in Halberstadt laufen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft auf Hochtouren. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Frage, ob ein in Tatortnähe festgenommener 22-Jähriger mit dem Anschlag in Verbindung steht. Der Mann befindet sich nach Volksstimme-Informationen gegenwärtig in einer psychiatrischen Einrichtung. Ob er dort bleibt, in Haft genommen wird oder wieder auf freien Fuß kommt, ist nach den Worten von Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck offen und hängt von den weiteren Ermittlungen ab.

Laut Polizei hatte in der Nacht zum Sonntag ein Unbekannter in dem Mehrfamilienhaus Gröperstraße 27 an mehreren Stellen im Keller sowie im Hausflur Feuer gelegt. Neben Briefkästen seien auch die Fußmatten vor zwei Wohnungen angesteckt worden, so ein Polizeisprecher. Die Flammen hätten auf die Wohnungstüren übergegriffen und auch diese in Brand gesetzt. Da Hausbewohner - allen voran ein zehnjähriger Junge - das Feuer rechtzeitig bemerkten, konnten die Flammen rechtzeitig gelöscht werden.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf jenen 22 Jahre alten Mann, der wenig später alkoholisiert in Tatortnähe aufgegriffen wurde. Der Halberstädter ist laut Polizei bereits wegen schwerer Brandstiftung verurteilt - er soll noch unter Bewährungsauflagen stehen.

Da an seiner Kleidung Ruß gefunden wurde, konzentrieren sich die Ermittler nun auf Zusammenhänge zum Brandanschlag. "Wir wollen so schnell wie möglich klären, ob er für diese Tat in Frage kommt. Allein die Nähe zum Tatort, alte Auffälligkeiten und Vorstrafen oder Rußpartikel reichen nicht aus, um ihn zu inhaftieren oder in eine Fachklinik einzuweisen", stellte Hauke Roggenbuck klar.