Sechs Stunden lang in die Pedalen treten. Das Spektakel auf dem Domplatz am vergangenen Sonnabend dient einem guten Zweck und soll eine Fortsetzung finden.

Halberstadt l "Wir möchten, dass unser schöner Domplatz wieder mehr ins Blickfeld gerückt und belebter wird als in den vergangenen Jahren", sagte Daniel Szarata am Sonnabend, als er den im Rahmen des 25. Halberstädter Altstadtfestes stattfindenden Spinning-Marathon in der "guten Stube der Stadt" eröffnete. Der CDU-Stadtrat hatte bereits in der Vorweihnachtszeit 2013 dafür gesorgt, dass ein kleiner Weihnachtsmarkt im Schatten des Domes zu einem Besuchermagnet wurde.

"Die sehr positiven Reaktionen bei den Halberstädtern haben uns bewogen, unsere Bemühungen fortzusetzen und mit verschiedenen Aktionen Leute anzulocken." Auch in diesem Jahr werde es wieder einen Weihnachtsmarkt geben, versicherte er. "Weil dazu ein Weihnachtsbaum gehört, den die Stadt aber nicht finanzieren kann, soll das Geld durch Aktionen wie diese zusammengetragen werden." Gemeinsam mit Jörg Schubert aus seiner Ratsfraktion habe er deshalb dieses sportliche Event vorbereitet und Spinning-Freunde aus Halberstadt und anderen Orten begeistert.

Angereist waren aber nicht nur Ausdauersportler, sondern auch Instrukteure aus Hamburg, Celle, Lübeck und Magdeburg, die im stündlichen Wechsel für ein fröhliches Schweißvergießen bei der Spinning-Gemeinde sorgten.

Nach dem 12-Uhr-Glockenschlag vom Dom übernahm Jörg Schubert die Eröffnung des Outdoor-Wettkampfes und sorgte gemeinsam mit einem Partner als Verstärkung für eine Warm-Up-Stunde, in der noch einmal alle Techniken erläutert wurden, um auch Anfängern die Chance zu geben, mitzuhalten.

Zusätzlich zu den Spinnbikes hatten die Veranstalter ein Handbike aufgestellt, auf dem Detlef Eckert, Uwe Schneider und Germanias Mega-Fan Claudia Meyer nacheinander Platz nahmen. "Das ist nicht anstrengend, das ist furchtbar", reagierte Eckert nach wenigen Minuten auf die Frage des "Antreibers".

"Letztendlich ging es mit der Musik besser voran als ich dachte", bemerkte er nach dem schweißtreibenden Einsatz. "Im Training habe ich immer mit höheren Widerständen gearbeitet. Insofern hätte ich eine Stunde sicher durchgehalten. Aber wir hatten uns auf eine halbe Stunde für jeden verabredet."

Als zur Hälfte des Spinning-Marathons Regen einsetzte, wurde nicht abgebrochen. "Warum auch", sagte Carolin Heimann. "Wenn wir mit unseren Mountainbikes im Harz unterwegs sind, fahren wir doch auch weiter." Sie radelte an dem Nachmittag gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Peter. "Es war eine tolle Veranstaltung. Dank der verschiedenen Instrukteure gab es viel Abwechslung. Mit eigener Choreografie und dynamischer Musik sorgten sie für gute Laune und dafür, dass die Kräfte gut eingeteilt wurden und man bis zum Ende noch genug Kraft und Ausdauer besaß." Beide hoffen auf eine Fortsetzung und wollen beim nächsten Mal wieder dabei sein.

Ermattet, aber lächelnd, stieg das Teilnehmerfeld am Abend von den Rennmaschinen und stärkte sich am vorbereiteten Buffet.

Weitere Aktionen zum Spendensammeln geplant

Während die Spinnbikes gesäubert und verladen wurden, um sie ins Halberstädter FSZ und nach Magdeburg zu transportieren, sprach Daniel Szarata von einer sehr gelungenen Premiere. "Die Teilnehmer und jede Menge Zuschauer hatten ihren Spaß. Das allein spricht schon für eine Fortsetzung."

Der Stadtrat dankte allen Aktiven und auch Jens Ganso, der die Aktion mit zwei Verkaufsständen und Pavillons unterstützte. Mit ihm werde man wieder den kleinen Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz ausrichten. "Wir müssen aber noch einiges unternehmen, um das Geld für den Weihnachtsbaum zusammenzubekommen. Der Baum selbst ist nicht das Problem, Kosten verursachen vor allem Transport, Aufstellen und Beleuchtung. Wir rechnen mit 2000 bis 3000 Euro. Mit den heute eingenommenen Startgeldern haben wir den Grundstock dafür gelegt", sagte Szarata.

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