Zu einem Tag des Blaulichts hatten die Feuerwehrleute von Dingelstedt eingeladen. Der Tag begann mit einem Festumzug und einem Appell mit Reden und Ehrungen.

Dingelstedt l Deutliche Worte zur Situation der Feuerwehren fand Hans-Joachim Dreikandt von der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Dingelstedt in seiner Festrede anlässlich des 120. Jubiläums. "Mit diesem Tag des Blaulichts wollen wir auf die kritische personelle Absicherung in den Hilfsorganisationen, besonders in den freiwilligen Feuerwehren, aufmerksam machen."

Die Feuerwehr in Dingelstedt hat zurzeit 13 aktive Mitglieder in ihren Reihen. Das seien für einen Ort von der Größe Dingelstedts zu wenig, verwies Dreikandt auf den Brandschutzbedarfsplan und machte darauf aufmerksam, dass tagsüber fast alle Kameraden außerhalb von Dingelstedt beruflich tätig seien. Für eine gute Nachwuchsarbeit spreche hingegen die Zahl von 13 Mitgliedern in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Dennoch, so das Fazit von Dreikandt: Isgesamt zu wenig aktive Kameraden, ein Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1976 und ein marodes Feuerwehrhaus lassen die Feuerwehr in Dingelstedt nicht attraktiv aussehen.

Bürgermeister Thomas Krüger (CDU) fand als Schirmherr in seiner Rede anerkennende Worte für die Kameraden, die in ihrer Freizeit nicht nur die Einsätze absichern, sondern auch regelmäßig an Übungen und Weiterbildungen teilnehmen. Krüger verwies außerdem auf die im Haushalt der Gemeinde Huy eingestellten Mittel zum Umbau des Flachbaus an der Schule zu einem moderneren Feuerwehrgebäude.

Landrat Martin Skiebe betonte, dass die für viele Menschen selbstverständliche Existenz der freiwilligen Feuerwehr eben nicht selbstverständlich sei. Die Reihe der Gratulanten, die Glückwünsche und Geschenke übergeben, war lang. Darunter waren Vertreter der Feuerwehren der Gemeinde Huy, aus Rohrsheim und die Kameraden aus Evessen im Landkreis Wolfenbüttel, die seit der Wende eine enge Freundschaft mit den Dingelstedtern verbindet.

Geehrt wurde Thomas Oste für seine 20jährige Mitgliedschaft, und Hans-Joachim Dreikandt erhielt für seine Verdienste die Goldene Nadel der Gemeinde Huy. Hendrik Lehmann wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.