Die nunmehr sechste Auflage des Herbstfestes der Interessengemeinschaft Harsleben hat ihre Wirkung auf die Besucher nicht verfehlt. Der Schützenplatz, auf dem zahlreiche Stände auf die Gäste warteten, war schon zu Beginn gut gefüllt. Selbst der leichte Nieselregen vermieste den Harslebenern nicht die gute Laune.

Harsleben l Die Organisatoren des Harslebener Herbstfestes schauten recht zufrieden drein. "Angesichts des Wetters hatten wir so unsere Befürchtungen", verriet Jens Fricke, Mitglied in der Interessengemeinschaft, im Gespräch mit der Volksstimme. "Die Einwohner haben sich jedoch nicht von dem eher mäßigen Wetter abschrecken lassen." Er gab sich zufrieden mit der Resonanz durch die Besucher. "Die Vereine haben sich sehr gut präsentiert", setzte er fort. "Ich bin auch froh darüber, dass der Sportverein Germania sich in diesem Jahr eingebracht hat." Die Sportler boten an den Spielestationen viele ungewöhnliche Wettbewerbsarten an, was besonders die Kinder freute. Diese versuchten sich beim Hufeisenzielwurf von einem Holzpferd, beim Pusterohrschießen und beim Büchsenschießen. Hierbei mussten sie eine Pyramide aus Blechdosen anvisieren und auch treffen. Das war gar nicht so einfach.

Die Erwachsenen lauschten dem Programm der Kindertagesstätte und dem Gemischten Chor aus Harsleben, der Weisen und Lieder zu Gehör brachte. Derweil gab es Kaffee und Kuchen sowie Würstchen, gereicht von den Senioren der Volkssolidarität. Die Bänke waren in weiser Voraussicht unter kleinen Zelten aufgebaut worden. Die Schützen übernahmen die Versorgung mit Kaltgetränken, während die Pächtergemeinschaft Wildschweingulasch und selbstgemachte Schmorwurst im Angebot hatte. Zudem vergaben die Mitglieder Kartoffeln, Zwiebeln und Chips an die Besucher. "Wir haben nur Erzeugnisse aus der Region angeboten", erklärte der Vorsitzende Wolfgang Gröpke. "Die Waren wurden uns von Sponsoren und Geschäftspartnern zur Verfügung gestellt und sind bei dem Bauernmarkt auch sehr gut angekommen."

Alte und neue Technik begeistert die Festgäste

Gleich nebenan hatten die Zweiradfreunde Harsleben Position bezogen. Sie stellten Mopeds und Motorräder aus, die so manchen Besucher dazu brachten, hier einfach einmal zu verweilen und in alten Erinnerungen zu schwelgen. Der Lanz Bulldog von Wolfgang Baumgarten aus Groß Quenstedt tuckerte gemütlich über den Schützenplatz. Schon im letzten Jahr war eine Fahrt mit dem historischen Traktor aus dem Jahr 1938 ein absolutes Muss für die jüngeren Besucher. Nach dem Rundkurs betrachteten diese oft noch neugierig die ausgestellte Technik der Agrargenossenschaft. Die großen John-Deere-Traktoren mit ihren geradezu riesigen Reifen beeindruckten Helena (5) aus Harsleben sehr. "Mein Uropa hat früher auch Traktor gefahren", berichtete sie.

Der neu gegründete Förderverein der Kindertagesstätte veranstaltete einen kleinen Flohmarkt und sammelte Spenden für den Neubau der Einrichtung. Das lockte die fünfjährigen Mädchen Lea und Luisa an, die neugierig in den Spielsachen herumstöberten. Die Erzieherinnen Gisela Meyer, Christiane Menzel und Gunde Nagel erklärten derweil den Eltern Fakten zum derzeitigen Bauprojekt.

Das Angebot der Sportfischer vom Verein Weha fand ebenfalls einen guten Zuspruch. Besonders die frisch geräucherten Forellen hatten es den Festbesuchern angetan. Das sahen Werner und Robert Fiedler, die den Räucherofen betreuten, natürlich mit Freude. Hinter den Kulissen sorgte Geburtstagskind Monika Kuske in der Küche des Schützenhauses mit ihrem Team für Kaffee-nachschub. "Ach, das macht doch nichts", befand sie. "Beim Herbstfest muss ich doch dabei sein. Für die Feier habe ich heute Abend noch Zeit." Die rüstige 73-Jährige war offensichtlich mit viel Spaß bei der Sache.

Draußen hielt derweil der Spielmannszug Harsleben mit klingendem Spiel auf dem Schützenplatz Einzug. Hier angekommen, brachten die Musiker den Festgästen ein Ständchen und ernteten dafür viel Applaus. "Dank unserer vielen freiwilligen Helfer ist das sechste Herbstfest ein tolles Erlebnis für unsere Besucher geworden", sagte Jens Fricke abschließend.

   

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