Stadt Osterwieck (mhe) l Die Sportvereine sollen ab 2015 an den Bewirtschaftungskosten der Sportlerheime beteiligt werden. So steht es im Sparprogramm der Stadt Osterwieck, mit dem Zusatz, dass die Modalitäten in diesem Jahr durch die Stadtratsgremien vorbereitet werden.

Der Sozialausschuss diskutierte dieses Thema auf seiner ersten Sitzung an. Dabei machten die Abgeordneten deutlich, dass es keine pauschale Kürzung geben soll. Marc Heyer (Bürgerinitiative Zilly) betonte, man müsse auch berücksichtigen, was die Vereine an Jugendarbeit, Wettkampfbetrieb, eigenen Investitionen und sozialer Arbeit leisten." "Ich bin auch dafür, dass wir die Vereine einzeln betrachten", unterstrich Ausschussvorsitzender Rüdiger Seetge (Aktive Bürger). "Wenn ein Verein viel selbst bezahlt, kann man nicht mehr viel wegnehmen", sagte Florian Weinert, der als sachkundiger Einwohner im Ausschuss mitarbeitet.

"Wir sollten die Vereine mitnehmen auf diesem Weg und ihre Vorschläge hören", erklärte Heyer. Die Stadtverwaltung will einen Fragebogen erstellen und vor dem Versenden dem Sozialausschuss vorlegen. Hauptamtsleiter Manfred Riecher betonte, dass es diese Sparmaßnahme in der Gemeinde Huy bereits gebe.

Grundsätzlich erläuterte Riecher, dass die Stadt zuviel Geld für freiwillige Leistungen ausgebe. "Doch selbst ganz ohne freiwillige Leistungen würde das Geld nicht ausreichen, um den Haushalt auszugleichen. Es ist einfach so, dass unsere Finanzausstattung zu schlecht ist. Das ist die komplizierte Situation." Ihm sei bewusst, dass "hinter jedem Euro Befindlichkeiten stecken".