Zilly (hmü) l Am Dorfrand von Zilly ist bereits seit 2005 eine Biogasanlage der örtlichen Agrargenossenschaft in Betrieb und speist ihren Strom in das Netz ein. Jetzt wird die altehrwürdige Wasserburg mit Wärme aus der Anlage versorgt. Damit ist die Burg der erste Abnehmer der Wärmeenergie aus der Biogasanlage. Über einen Wärmetauscher, der noch weitere Anschlüsse für die Zukunft bietet, wird die Energie dem Abnehmer bereitgestellt.

Zurzeit befindet sich die Anlage noch im Probebetrieb, da die Pumpen und verschiedene andere Parameter eingestellt werden müssen. Früher war die Beheizung mit Erdgas über einen Kessel erfolgt. Diese alte Anlage bleibt jetzt für den Notfall im Heizungsraum.

Beheizt werden die Räume der Kindertagesstätte "Märchenburg" und das gesamte ehemalige Pächterhaus. Die Erdarbeiten und Anschlussarbeiten an der Trasse von der Übergabestation der Biogasanlage zur Wasserburg erfolgten binnen zwei Monate. Die Arbeiten übernahmen lokale Firmen, Blümler-Bau aus Langeln und Bernd Wasserthal aus Zilly.

Mit 60 Grad kommt das Wasser in der Burg an und wird über den Wärmetauscher den Abnehmern bereitgestellt. Für die Wärme wird ein festgesetzter Preis von zwei Cent je Kilowattstunde an die Agrargenossenschaft gezahlt. Auf Dauer soll sich das für beide Seiten rentieren. Gefördert wurde dieses Projekt der Stadt Osterwieck durch das Leaderprogramm. Unterstützung erfuhr es dabei vom Förderverein der Wasserburg.