Fröhliche Partystimmung in den Straßen von Schwanebeck. Das traditionelle Erntedankfest lockt am gestrigen Sonntag bei sonnigem Wetter zahlreiche Besucher in die Stadt. Der große Umzug wird in diesem Jahr von vielen historischen Traktoren und Schleppern beherrscht.

Schwanebeck l Mit einem ökumenischen Gottesdienst ist das Erntedankfest gestern vom evangelischen Pfarrer Christian Plötner und dem katholischen Bruder Ambrosius in Schwanebeck eröffnet worden. Nach der Segnung der Erntekrone wurde diese in einem Fuhrwerk, begleitet vom Festumzug, durch die Straßen der Stadt kutschiert. Ihr folgten die Abordnungen der Vereine von Schwanebeck und die vielen Besucher mit ihren Gespannen und Traktoren. Auffällig war in diesem Jahr die große Zahl an historischer Technik, die die Herzen der Fans höher schlagen ließ. Das Grollen der Motoren übertönte zeitweise gar die Musik der beiden Kapellen. Die Stimmung war sowohl bei den Umzugsteilnehmern, als auch bei den Zuschauern an den Straßenrändern bestens. Das sonnige Wetter meinte es gut mit den Besuchern der Traditionsveranstaltung.

Lutz Gnade vom Freundeskreis Erntedank in Schwanebeck zeigte sich im Gespräch mit der Volksstimme sehr zufrieden mit dem großen Zuspruch durch die Besucher. "Die Innenstadt war, gelinde gesagt, rappelvoll", schilderte er seine Eindrücke. "Das hat uns natürlich sehr gefreut. Erstmals hat auch das THW Halberstadt am Umzug teilgenommen. Auch die Vereine des Ortes haben sich entsprechend eingebracht."

Klaus Gerloff chauffierte mit seinem Bus die Bewohner des Alterheims zur Festmeile, so dass auch diese das bunte Treiben aus der Nähe erleben konnten. Den musikalischen Teil übernahmen die Harzer Spielleute aus Ilsenburg mit einem Ständchen vor der Petrikirche und die Schwanebecker Musikanten. Der Männer-Gesangverein und der Kirchenchor Schwanebeck brachten passende Lieder zu Gehör.

Nach dem Umzug herrschte ein buntes Gewimmel vor der Petrikirche, wo zahlreiche Stände auf die Besucher warteten. Hier bot der Sportverein frisch gebackene Apfelschnitten an. Regine Leipert informierte über das Spielplatzprojekt. Die Grundschule hatte gleich nebenan Position bezogen. Überall gab es Leckereien und die Kinder freuten sich über Zuckerwatte. Die Kleintierzüchter präsentierten ihre Lieblinge direkt an der Kirche. Dort warteten schon die Hähne ungeduldig auf ihren Einsatz beim erstmals veranstalteten Wettkrähen.

Den größten Kürbis lieferte übrigens Andreas Heyer aus Schwanebeck bei den Wertungsrichtern ab.

Lutz Gnade bezeichnete die Veranstaltung als sehr gelungen. "Wir haben noch lange bei bester Stimmung auf dem Platz vor der Kirche verbracht", berichtete er. "Über die Teilnahme der Technikfreunde aus der Börde habe ich mich persönlich sehr gefreut, da waren schon interessante Traktoren dabei. Ich möchte mich außerdem bei allen freiwilligen Helfern bedanken, die uns beim Fest unterstützt haben."

   

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