Mit gleich drei Mitarbeitern hat das Umweltamt des Landkreises Harz eine Brachfläche in Nienhagen besichtigt. Eine Entscheidung zur künftigen Verwendung des Geländes steht noch aus.

Nienhagen l Dirk von Kielpinski setzt sich für den Erhalt einer Brachfläche in Nienhagen, die seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet wird (Volksstimme berichtete), ein. Bei einem Vor-Ort-Termin empfing er kürzlich gleich drei Mitarbeiter des Kreis-Umweltamtes, die sich das Gelände einmal persönlich anschauen wollten. Die Fläche gehört dem Kleingartenverein im Ort und soll an einen Bauern zur Nutzung verpachtet werden. Kielpinski ist mit dem Vorhaben nicht einverstanden. "Hier haben Tiere Rückzugsräume gefunden", erklärte er. "Sie können doch jetzt nicht einfach ihre Sachen packen und umziehen. Das sehen auch andere Anwohner so."

Das etwa zwei Hektar große Areal soll seiner Meinung nach möglichst unangetastet im derzeitigen Zustand verbleiben. Susanna Hampel, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde, und Guido Harnau, Sachgebietsleiter Schutzgebiete und Artenschutz, versicherten, dass noch keine endgültige Entscheidung über die Verwendung gefallen sei. "Wir gehen nach einem Bewertungsmodell für Lebensraum vor", erklärte Harnau. "Wir sind im Gespräch mit dem Landwirt, der Ausgleichsflächen angeboten hat."

Susanna Hampel hob hervor, dass für die bereits im Frühjahr dieses Jahres begonnene Umwandlung eines Teils der Brache in Ackerland, ein Ausgleich zu erfolgen hätte. "Das bislang vom Landwirt angebotene Areal reicht nicht aus", betonte sie.

Der ebenfalls erschienene Amtsleiter des Umweltamtes, Torsten Sinnecker, versicherte, dass es nicht das Bestreben der Kreisbehörde sei, schützenswerte Flächen einfach umzubrechen. Dirk von Kielpinski nahm diese Nachricht mit Freude auf und hofft nun darauf, dass seine Initiative zum Erhalt des Rückzugsgebietes für die Tiere erfolgreich ist.