Auch, wenn der Sommer wettertechnisch nicht optimal war, sind die Mitglieder des Fördervereins der Badeanstalt von Aderstedt insgesamt zufrieden mit der Badesaison und sind in die Winterpause gegangen.

Aderstedt l "Es war ein schwieriges, aber kein schlechtes Jahr." Jens Klaus, der Vorsitzende des Fördervereins der Badeanstalt Aderstedt, bringt es auf den Punkt. Leider sei die Saison durch den nassen August zu kurz ausgefallen.

Jetzt ist wieder Ruhe eingezogen in der Badeanstalt von Aderstedt. Bei einem letzten Arbeitseinsatz Anfang September hätten noch einmal die Helfer, auf die sich der Vorsitzende die gesamte Saison über verlassen konnte, kräftig zugefasst, um das Bad winterfest zu machen. Dabei wurde auch eine Freifläche so vorbereitet, dass sie im Frühjahr neu gestaltet werden kann. Den dabei entstandenen Betonbruch habe Matthias Walda mit seinem Radlader sofort entsorgt. "Überhaupt haben wir zum letzten Arbeitseinsatz `klar Schiff` gemacht und kräftig aufgeräumt." Über die Saison habe sich viel Bauschutt angesammelt. Das sei nun alles komplett entsorgt worden, sagt Klaus und dankt allen Helfern, Sponsoren und den Landwirten für die Hilfe und Unterstützung.

Und obwohl die eben zu Ende gegangene Saison relativ kurz war, gab es doch einige bemerkenswerte Höhepunkte in der Badeanstalt Aderstedt. Jens Klaus erinnert an die Eröffnung der Saison mit dem Neptunfest, dem lustigen "Arschbombenwettbewerb", und an das Sommerfest mit Tankerziehen. "Bei allen Veranstaltungen konnten wir uns auf unsere treuen Besucher verlassen, die einige schöne Stunden mit uns verbringen wollten."

Als besonderen Höhepunkt nennt der Vereinsvorsitzende das Konzert der Band "Engerling" aus Berlin, die anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Fördervereins in der Badeanstalt spielte.

Vor zehn Jahren hätten die heutigen Freunde und Förderer der Badeanstalt eher zufällig von den Plänen in der Gemeinde erfahren, Bäder aus Kostengründen zu schließen. "Ganz schnell, quasi über Nacht haben wir damals reagiert und den Förderverein gegründet." Die größte Schwierigkeit in diesen zehn Jahren sei neben dem ständigen Kampf um das Geld vor allem die Motivation der Mitstreiter gewesen, sagt Jens Klaus zurückblickend.

Für das nächste Jahr wünsche er sich von der Kommune eine Gleichbehandlung aller privat betriebenen Freibäder, und eine ausreichende Zahl von Helfern, "damit die anstehenden Arbeiten auf mehr Schultern verteilt werden können."