Einen besonderen musikalischen Projekttag haben die Schüler der Grundschule Wegeleben und der Außenstelle Harsleben erlebt. Der "Tag des Singens" war ganz und gar dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet.

Wegeleben/Harsleben l Der vom Landesmusikrat Halle initiierte besondere Tag wurde für die Schüler zu einem besonderen Erlebnis. Die Schulen in Wegeleben und Harsleben hatten in diesem Jahr das Musiktheater "Kinder des Olymps" aus Wien zu Gast.

"Wir haben festgestellt, dass Kinder in dieser Altersgruppe viel zu selten klassische Musik hören,", sagte Lehrerin Jeanette Kunert zur Volksstimme. "Das war Grund genug, diese Kunstform kindgerecht in einem Workshop zu vermitteln."

Dabei blieb es längst nicht beim bloßen Vorsingen, vielmehr wurden die Kinder in das Geschehen integriert und alle mischten rege mit. Die Kinder wurden zu kleinen Schauspielern. Sie fungierten als Träger von Hauptrollen zu dafür ausgewählten kleinen Dialogen, die im Vorfeld im Unterricht vorbereitet worden waren. Teilweise traten sie in sogenannten stummen Rollen auf. Alle Mitwirkenden - Schüler der Klassen eins bis vier und in Harsleben auch die große Gruppe der Kindertagesstätte "Knirpsenkiste" - bereiteten sich gewissenhaft auf die jeweiligen Auftritte vor.

"Im Unterricht lernten sie die wunderbare Musik von Wolfgang Amadeus Mozart kennen und wurden behutsam an das Thema herangeführt", berichtete Jeanette Kunert. Des Weiteren wurden zwei Musikstücke vorbereitet, die im Verlauf des Workshops von allen gesungen wurden: zum einen das bekannte Lied Papagenos "Der Vogelfänger bin ich" und zum anderen das Lied des Sklavenchores "Das klinget so herrlich".

Johannes Föttinger und Claudia E. Fenn aus Wien brauchten dabei keine Zauberflöte, um Kinder und Lehrer in den Bann zu ziehen. Ganz selbstverständlich nahmen sie die Kinder mit auf die Reise nach Ägypten, wo die Handlung spielt. Es wurde gezeigt, dass mit wenigen und einfachen Requisiten intensives und professionelles Theater gestaltet werden kann. Durch gekonnt vorgetragenen Live-Gesang bekamen die Kinder Einsicht in professionelle Theaterarbeit. "Natürlich durften wir auch Papageno, Monostatos und Papagena kennenlernen", meinte Jeanette Kunert begeistert.

Da die Zuschauer ständig in den Ablauf eingebunden waren, verging die Zeit mit der "Zauberflöte" für alle wie im Fluge und dazu gab es noch viel Applaus. "Es hat allen sehr gut gefallen, denn mit wenigen Mitteln wurde die Fantasie der Kinder enorm angeregt", resümierte Jeanette Kunert zum Abschluss.