Der Spielplatzneubau in der Schwanebecker Kapellenstraße ist im Monat Oktober richtig in Schwung gekommen. Fleißige Einwohner haben dafür gesorgt, dass inzwischen ein Zaun das Gelände umschließt.

Schwanebeck l Das Spielplatzprojekt in Schwanebeck nimmt langsam eine für alle sichtbare Gestalt an. Das Gelände in der Kapellenstraße, gleich gegenüber dem Verwaltungsgebäude, ist mittlerweile von einem Zaun umgeben. Zwei Arbeitseinsätze in den letzten Wochen haben dafür gesorgt, dass den vielen Worten im Vorfeld ganz schnell Taten gefolgt sind.

Projektantin Regine Leipert zieht gegenüber der Volksstimme ein positives Zwischenfazit. "Das gesamte Areal ist an den Straßenseiten mit einem Zaun versehen worden", sagt sie. "An der Seite zu einem benachbarten Grundstück fehlen noch etwa 20 Meter. Auch das Tor an der Kapellenstraße muss noch eingebaut werden." Der Aufwand dafür halte sich jedoch in Grenzen. "Die Rest-arbeiten nehmen sicherlich keinen Tag mehr in Anspruch", ergänzte sie. "Wenn das Wetter passt, können wir das relativ spontan erledigen." Ein großes Lob vergibt die Projektantin an Tino Weber, der für die Bereitstellung und Bedienung der benötigten schweren Technik gesorgt hat. "Die ganze Familie Weber hat sich am Bau beteiligt", hob Regine Leipert hervor. "Das soll nicht die Leistung der anderen Helfer schmälern. Alle, die mit zugepackt haben, waren mit ganzem Herzen dabei. Das muss man hoch anrechnen."

Eigenleistungen werden mit etwa 3000 Euro beziffert

Die Summe der bislang erbrachten Eigenleistungen beziffert sie mit etwa 3000 Euro.

Danach berichtet Regine Leipert von der Auswertung der Wunschlisten, die die Kinder und Jugendlichen von Schwanebeck erstellt haben. "Wir haben sehr viele Bilder und Wunschzettel erhalten", sagt sie. "Es hat sich wohl nahezu jedes Kind aus unserer Stadt an der Aktion beteiligt." Es hat Reaktionen aus der Kindertagesstätte, der Grund- und der Sekundarschule sowie von den Schwanebecker Schülern, die das Gymnasium in Halberstadt besuchen, gegeben. Die Sekundarschule hat sogar einen eigenen Fragebogen entwickelt. "Darin geht es um die Sauberkeit und Sicherheit auf dem künftigen Spielplatz", sagt die Projektantin. "Ganz wichtig ist auch die Frage, wer sich darum kümmern soll. Die Schüler haben signalisiert, dass sie sich hier mit einbringen wollen." So solle eine Platzordnung erarbeitet werden, die auf einer Informationstafel angebracht werde. Regine Leipert freut sich über die Zuarbeiten der Kinder und Jugendlichen, "die echtes Interesse an dem Projekt erkennen lassen."

Schaukeln und Sandkästen sind Favoriten der Kinder

Die Auswertung der geäußerten Wünsche soll in eine Prioritätenliste aufgenommen werden. "Ganz oben auf dieser Liste finden sich Dinge wie Schaukeln, ein Kletterparcours und Sandkästen", sagt die Projektantin weiter. "Die Rede ist weiter von Balancierstrecken, einer Kräuterecke und einem Fußfühlweg." Ehe die Wünsche in die Tat umgesetzt werden können, stehen allerdings noch zwei Abnahmen an. Die Unfallkasse Magdeburg und die Polizei sollen den Platz besichtigen und möglichst für die Verwendung als geeignet befinden. Die jeweiligen Begehungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen.

In der Winterpause wollen die Organisatoren aber nicht untätig sein. "Wir könnten schon einmal benötigtes Material auftreiben und es Einlager", sagt Regine Leipert. "Sitze und Tische wären anzufertigen, auch eine Wippe kann man vorbereiten, sodass wir im Frühjahr fertige Geräte auf den Platz stellen können."

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