Halberstadt/Langenstein (dl) l 15 eingeleitete Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie drei Knöllchen - das ist die Bilanz eines achtstündigen Großeinsatzes der Polizei am Rande einer Techno-Party in den Sandstein-Höhlen in Langenstein-Wilhelmshöhe. Insgesamt 17 Beamte aus dem hiesigen Polizeirevier und vom zentralen Einsatzdienst der Polizeidirektion Nord haben sich am Sonntag ab 4 Uhr auf Gäste der Höhlenparty konzentriert und eine Reihe von Sündern aus dem Verkehr gezogen.

Nicht nur einen Partybesucher dürfte nun ein langwieriges Strafverfahren erwarten. Die Beamten registrierten einen Alkoholpegel von mehr als 1,1 Promille und obendrein konsumierte Betäubungsmittel. "Wir sind hier über der magischen Grenze von 1,1 Promille und haben daher ein Strafverfahren eingeleitet", sagte der Leitende Einsatzbeamte vom Dienst im Harzer Polizeirevier, Peter Wöde. Sieben weitere Autofahrer kamen mit Ordnungswidrigkeitsverfahren davon, weil sie beim Alkoholpegel unter jenem Grenzwert waren oder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen. "In vier weiteren Fällen wurden von den eingesetzten Beamten Strafanzeigen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln erstattet", so der Polizeihauptkommissar. Ebenfalls Strafanzeigen seien wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen falscher Verdächtigungen aufgenommen worden. Vergleichsweise banal liest sich das Verfahren wegen Fahrens über gesperrte Feldwege sowie die drei Knöllchen wegen falschen Parkens an der B 81.

"Wir werden auch in der Zukunft bei derartigen Techno-Partys im Kreisgebiet präsent sein und kontrollieren", kündigt Peter Wöde an. Erste Erfolge gebe es bereits: "Zahlreiche Partygänger haben sich von ihren Eltern abholen lassen."