Der Kindergarten "Nesthäkchen" in Groß Quenstedt feiert sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund wird vom 10. bis 14. November eine Festwoche begangen. Dafür haben sich die Erzieherinnen und Kinder ein buntes Programm ausgedacht.

GroßQuenstedt l Der Kindergarten "Nesthäkchen" in Groß Quenstedt wurde am 8. November 1954 "als ein kommunaler Kindergarten bestätigt". Das belegt eine Urkunde, die sich noch heute im Besitz der Einrichtung befindet. Die Groß Quenstedter wollen das 60-jährige Bestehen des Kindergartens vom 10. bis 14. November mit einer Festwoche feiern.

"Die mittlerweile historische Urkunde wird im Rahmen einer Ausstellung gezeigt", sagt Kindergarten-Leiterin Christiane Klare im Volksstimme-Gespräch. "Außerdem finden sich noch interessante Fotos und weitere Dokumente, die die Geschichte der Einrichtung beschreiben." Die Ausstellung wird ihren Platz in einem der Gruppenräume finden und für die interessierten Besucher zugänglich sein.

Christiane Klare, seit 2007 Leiterin des Kindergartens, ist schon seit 1987 als Erzieherin in dem Haus tätig. "Ich mache seit fast 30 Jahren mit", sagt sie. "Als ich meine Arbeit in Groß Quenstedt aufgenommen habe, war ich die jüngste Mitarbeiterin, mittlerweile bin ich die älteste Erzieherin." Sie hat dabei Generationen von Kindern betreut, und heute bringen manche Eltern, die damals selbst die Kita besuchten, ihre Zöglinge vorbei. Dabei reist sie seit 27 Jahren mit dem Bus aus der Börde an. "Und das unfallfrei", betont sie schmunzelnd.

Heute arbeiten sechs Erzieherinnen und eine technische Kraft in Groß Quenstedt. Sie kümmern sich um 43 Kinder und acht Hortbesucher. "Die Betreuung der Schüler läuft wie geplant ab", sagt Christiane Klare. "Sie kommen mit dem Bus nach Groß Quenstedt. Das klappt ganz ausgezeichnet."

Das 60. Jubiläum der Einrichtung wird mit einem bunten Festprogramm gefeiert. "Ich denke, wir haben für jeden etwas dabei", sagt die Leiterin. Am Montag wird die Festwoche um 15 Uhr mit einem "Oma-Opa-Tag" eröffnet. In der örtlichen Mehrzweckhalle sollen lustige Wettbewerbe veranstalten werden, bei denen die Enkel und die Großeltern gemeinsame Aufgaben absolvieren. "Als Belohnung für den Einsatz gibt es für die Teilnehmer Urkunden", sagt Christiane Klare. "Die Spiele, die etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen werden, stehen unter dem Motto ,Lichter und Sterne`. Die Adventszeit ist ja nicht mehr weit entfernt."

Das Martinsfest steht am Dienstag im Mittelpunkt des Interesses. In Zusammenarbeit mit dem evangelischen Kirchspiel Wegeleben wird der Martinstag gefeiert. Pfarrer Arnulf Kaus hält um 16 Uhr einen Gottesdienst in der Laurentiuskirche ab. Dabei wird auch die neue Gemeindepädagogin Brigitte Schattenberg vorgestellt. Nach dem Gottesdienst ist noch ein gemütliches Beisammensein in den Räumen des Kindergartens geplant. "Wir wollen gemeinsam grillen und mit unseren Gästen über die Einrichtung sprechen", sagt die Leiterin. "In der Vergangenheit gab es bei solchen Veranstaltungen einen regen Zuspruch von Eltern und Großeltern."

Am Mittwoch findet ein Tag der offenen Tür statt. Der Kindergarten öffnet von 9 bis 11 Uhr seine Pforten für alle Besucher. Einen Weihnachts- und Kuchenbasar gibt es ebenfalls.

Am Donnerstag kommt die Okertaler Puppenbühne nach Groß Quenstedt. In der Mehrzweckhalle wird ab 15 Uhr das Stück "Die verzauberte Prinzessin" gezeigt. Dort können nicht nur die Kinder den Künstlern beim Schauspiel zusehen. Ausdrücklich sind auch die Verwandten dazu eingeladen.

Den Abschluss der Festwoche bildet ein feierlicher Empfang am Freitagabend ab 19 Uhr. "Die Einladungen sind bereits auf dem Weg", sagt Christiane Klare. "Wir erwarten unsere Sponsoren, Gäste von der Verwaltung der Verbandsgemeinde sowie Gemeindevertreter zu dieser Feierstunde." Die Mitarbeiter des Kindergartens wollen noch einmal Danke sagen für die erhaltene Unterstützung und den Besuchern die Einrichtung präsentieren.