Die Herbstferienspiele der Stadt Wegeleben haben auch in diesem Jahr einen großen Zuspruch erfahren. Ein besonderer Höhepunkt war dabei ein Projekttag, bei dem eine südamerikanische Indianerin die Kinder besuchte.

Wegeleben l Wegelebens Jugendbetreuerin freute sich bei den Ferienspielen über viele junge Teilnehmer. "Die Woche begann mit dem Besuch der Kletterwand der Jugendpflege in Halberstadt", berichtete sie. "Am Nachmittag öffnete zusätzlich das Spielezimmer in Wegeleben. Schon hier waren insgesamt 33 Kinder mit dabei."

Die gute Resonanz setzte sich über die Woche fort, beim "Sport nach Lust und Laune" in der örtlichen Sporthalle, dem Malnachmittag in Deesdorf und dem Halloweenspielenachmittag. Der besondere Projekttag zum Thema Regenwald ragte jedoch aus der Zahl der Unternehmungen heraus. "Wir sind der Frage nachgegangen, wie wir in Europa das Leben der Kinder in Südamerika beeinflussen", sagte Bettina Wloch. "In Rodersdorf empfingen wir die Indianerin Susana Fernandez de Friboese aus Peru." Die Frau sprach über den Regenwald und das Leben der Indianer. Dazu baute sie ein Modell auf, in dem selbst die kleinen Hütten der Ureinwohner nicht fehlten. "Die Teilnehmer lauschten des Ausführungen gebannt", sagte Bettina Wloch. "Zumal Susana ganz sicher die erste Indianerin war, die jemals Rodersdorf besucht hat."

In gemeinsamen Spiel mit ihrer Besucherin verfolgten die Kinder einen Regentropfen auf dem Weg zur Erde, der letztendlich auf eine weggeworfenen Plastikflasche trifft. Damit war die Peruanerin auch schon bei der bedrohten Ökologie des Regenwaldes angekommen. Erstaunt vernahmen die Teilnehmer, dass der ausufernde Tourismus tiefe Spuren im Regenwald hinterlässt. "Berge von Müll sammeln sich dort", wusste Susana zu berichten. "Aber es gibt dort keine funktionierende Müllabfuhr." Sie fragte, warum eine Plastikschale unbedingt noch in eine Plastiktüte gepackt werden muss. Die Kinder verstanden den Hinweis allesamt und spielten mit viel Elan Szenen aus dem Alltag im Regenwald nach. Dabei kleideten sie sich wie die Ureinwohner und versorgten sich mit Musikinstrumenten aus Südamerika. Mit diesem imitierten sie Geräusche des Regenwaldes. "Susana hat es bei uns so gut gefallen, dass sie versprach, wiederzukommen", verriet Bettina Wloch.