Osterwieck (mhe) l Etwa 20 Meter der historischen Osterwiecker Stadtmauer werden derzeit saniert. Teile waren bereits eingestürzt.

Da sich dieses Mauerstück zwischen Hagen und Denkmalplatz an der Grenze zweier Privatgrundstücke befindet und für die Anwohner Gefahr bestand, musste die Stadt handeln. Die zuvor viereinhalb Meter hohe, vermutlich etwa 500 Jahre alte Mauer ist von den Arbeitern der Deersheimer Baufirma Strutz bereits auf etwa drei Meter abgetragen worden. Lose Bruchsteine der stehen gebliebenen Wand wurden ebenfalls abgetragen und werden auf neuem Fundament wieder hochgezogen, so dass die Mauer wieder eineinhalb Meter stark wird.

Im Jahr 984 hatte Osterwieck die erste Stadtmauer erhalten, war von Christine Krebs im Heimatmuseum zu erfahren. Durch das Hochwasser 1495 wurde auch die Stadtmauer zerstört, aber von 1506 bis 1534 wieder aufgebaut. Mit Unterstützung des Kardinals Albrecht, wie alte Akten sagen. 1872 ist der gemauerte Ring bis auf wenige Reste abgerissen worden. Die längsten noch bestehenden Abschnitte befinden sich im Bereich zwischen der Schulzenstraße bis etwa zur alten Wäscherei in der Wallstraße.

Besucher können die Stadtmauer allerdings kaum sehen, da sie sich außer an Schulzenstraße/Voigteiplatz tief auf Privatgrundstücken befindet. Wenngleich die Mauer selbst auf einem städtischen Grundstücksstreifen steht. Erst vor zwei Jahren war ein Reststück der Stadtmauer zwischen Sonnenklee und Sportplatz restauriert worden.