Der kommunale Winterdienst der Stadt Halberstadt ist auf einen Frosteinbruch vorbereitet, informiert die Stadtverwaltung. Der Stadt- und Landschaftspflegebetrieb Stala hat das Lager mit Streugut gefüllt, Mitarbeiter und Technik stehen für den Fall der Fälle in den Startlöchern.

Halberstadt l Schneeverwehungen, spiegelglatte Straßen, Gehwege und Plätze - der Winter hat mit seinen frostigen Überraschungen bislang noch keinen Einzug gehalten. Nichtsdestotrotz ist der Winterdienst der Stadt Halberstadt, der von den Mitarbeitern des Stadt- und Landschaftspflegebetriebes Stala Halberstadt abgesichert wird, auf einen plötzlichen Wintereinbruch gut vorbereitet, wie Ute Huch, Sprecherin der Stadtverwaltung Halberstadt, auf Volksstimme-Nachfrage, informiert. Das Lager ist mit Streugut gefüllt, die Dienstpläne stehen.

"Im Winter 2013/2014 hat es im Stadtgebiet Halberstadts nur neun Einsätze gegeben. Ein Jahr zuvor waren es hingegen 35 Einsätze."

Ute Huch, Sprecherin der Stadtverwaltung Halberstadt

In der Kernstadt und den sieben Ortsteilen muss die Stadtverwaltung Halberstadt gewährleisten, dass in der kalten Jahreszeit insgesamt 124 Kilometer kommunale Straßen, Geh- und Radwege sowie Plätze und Treppen geräumt beziehungsweise gestreut werden. Eine Mammutaufgabe für die Stala-Mitarbeiter, wenn der Winter mit Schnee und Eis Einzug hält. 34 Beschäftigte rücken bei Bedarf pro Einsatz aus, wie die Stala-Geschäftsführung berichtet. Dazu gehört, dass der Fahrzeugpark auf einen Winterdiensteinsatz vorbereitet ist. Laut Stala stehen dafür acht Räumfahrzeuge für die Straßen, 14 für Geh- und Radwege sowie vier für den manuellen Winterdienst für Treppen, Kreuzungen, Überwege und Haltestellen bereit.

Das Streugutlager in Halberstadt sei gut gefüllt. Und das bereits teilweise seit dem 31. März dieses Jahres - zumindest bei Splitt (183,59 Tonnen) und Sole (1,53 Tonnen). Wegen des überaus milden Winters mussten diese Vorräte nicht neu aufgefüllt werden. "2013/2014 hat es im Stadtgebiet Halberstadt nur neun Winterdiensteinsätze gegeben. Ein Jahr zuvor waren es hingegen 35 Einsätze", sagt Ute Huch. Daher musste man nur das Splittlager mit 114,8 Tonnen wieder auffüllen. Insgesamt 328,79 Tonnen Splitt sind dort derzeit eingelagert. Die Gesamtkosten für die Bevorratung belaufen sich nach Stala-Angaben auf 28 900 Euro.

In den Sternen steht, wie stark der Winter 2014/2015 die Stadtkasse belasten wird. Das hängt davon ab, wie oft der Winterdienst ausrücken muss. Die Saison 2013/2014 hat etwa 90 000 Euro gekostet (Kosten für Bereitschaft, die unabhängig vom Wetter vom 1. November bis 31. März jedes Jahr abgesichert sein muss, samt Material). "Im Vergleich etwa nur ein Fünftel der Kosten, die für einen schneereichen und strengen Winter fällig sind", sagt Ute Huch.