Musik lässt keinen Menschen unberührt. Um sie anderen darbieten zu können, braucht es Musiker, auch junge. Das Jugendblasorchester Halberstadt nutzt deshalb gerne die Möglichkeit, Konzerte in Grundschulen zu geben, um für sich und seine musikalische Arbeit zu werben.

Halberstadt l Dieser Tage begab sich das Jugendblasorchester Halberstadt erneut in eine Grundschule, um sich dort interessierten Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern zu präsentieren. Mit dem Kinderkonzert in der Spiegel-Grundschule wollten die Orchestermitglieder und ihr Leiter Thilo Eulenburg vor allem beim jungen Publikum Neugier wecken und den einen oder anderen jungen Zuhörer als Nachwuchsmusiker gewinnen.

Die Eröffnungsmelodie war allen bekannt, handelte es sich doch um den Titelsong der beliebten "Sendung mit der Maus". "Im Fernsehen erfolgt danach immer die Begrüßung in einer anderen Sprache", sagte Klaus-Dieter Ahrent, "wir heißen euch mit Musik willkommen. Das ist eine Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird."

Der Moderator erzählte etwas von der "Geheimschrift" auf den Notenblättern und den "Geheimzeichen" des Dirigenten, die von allen Musikern verstanden werden. Danach stellte er die Blech- und Holzblasinstrumente sowie das Schlagzeug vor und betonte dabei, dass im Orchester jedes Instrument wichtig sei.

Das werde besonders deutlich, wenn viele kleine musikalische Teile zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt werden. Das konnten die Zuhörer verfolgen, als einzelne Instrumentengruppen solche "Puzzleteile" spielten und sie dann gemeinsam zum Wickie-Medley vereinten, einer Musikfolge aus dem Film "Wickie und die starken Männer".

Um den Kindern die Musik im wahrsten Sinne des Wortes näher zu bringen, wurden diese eingeladen, die freien Plätze zwischen den Musikern zu besetzen. Dort verfolgten die Mädchen und Jungen die Vorstellung des umfangreichen Instrumentariums von Schlagzeug und Schlagwerk.

Selbst die Instrumente ausprobieren

Anschließend erlebten sie live, wie Jonas Weser beim Stück "Ich und mein Schlagzeug" das Drumset, die "Königin unter den Schlagzeugen" leidenschaftlich spielte.

Klaus-Dieter Ahrent erläuterte den Eltern, welche Möglichkeiten das Orchester interessierten Kindern bietet und lud sie ein zu den Probenzeiten, um weitere Eindrücke zu sammeln und offene Fragen zu klären.

Nachdem die Musiker mit "TV-Hits für Kids" für die Grundschüler und mit "Hawaii 5-0" für die Erwachsenen das kleine Konzert beendet hatten, durften die Mädchen und Jungen selbst Instrumente ausprobieren.

Alina Meyer ließ sich zuerst die Klarinette genau erklären, nahm dann hinterm Schlagzeug Platz und interessierte sich für einige Schlagwerkinstrumente. Sie habe ein Keyboard zu Hause, könne jedoch keine Noten lesen und nicht richtig spielen. Doch das Improvisieren mache ihr Spaß, sagte die Viertklässlerin, als sie auf ihr gutes Rhythmusgefühl angesprochen wurde.

Der gleichaltrige Jeremy Köpke entlockte der Posaune einige Töne und machte sich am Schlagzeug zu schaffen. "Ich habe eine Blockflöte und eine Mundharmonika. Hier wollte ich gern mal was Größeres ausprobieren", sagte er und ergänzte: "Das hat mir viel Spaß gemacht."

Neugierig war auch seine Schwester Zoe, die die erste Klasse besucht. Sie hörte zum Beispiel aufmerksam zu, als Robert Wagner das Schlagwerk vorstellte, und nahm dann selbst die Trommelstöcke in die Hand und versuchte, den Drums Töne zu entlocken.