Die Arbeit in den Alten- und Pflegeheimen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet und verändert. Mitglieder des Seniorenbeirates des Landkreises informierten sich in Schwanebeck über die Entwicklung des Hauses.

Schwanebeck l Die Nachfrage bleibt hoch. Die 50 Plätze im Seniorenzentrum in Schwanebeck sind stets belegt, berichtete Heimleiterin Dorothee Nickel. Ihren Ursprung hatte die Altenpflege in Schwanebeck bereits am Ende des 19. Jahrhunderts im ehemaligen Altersheim - der Lüddecke-Stiftung. In dem nicht mehr zeitgemäßen Gebäude "Auf der Burg" war das Altenpflegeheim bis zum Neubau des Seniorenzentrums "Pro Civitate" im Jahre 1999 untergebracht.

Heute leben die 50 Heimbewohner in modern eingerichteten 24 Ein- und 13 Zwei-Bett-Zimmern. Betreut und gepflegt werden sie von 24 Pflegekräften und acht Beschäftigten für Hauswirtschaft. Auch eine Auszubildende und zwei Praktikanten arbeiten in der Einrichtung. Das Seniorenzentrum ist eine anerkannte Praktikumseinrichtung, in der sowohl Erwachsene als auch Schüler erste Erfahrungen im Bereich der Altenpflege sammeln können.

Die Pro-Civitate-Gruppe betreibt in verschiedenen Bundesländern zur Zeit insgesamt 24 vollstationäre Einrichtungen, denen zunehmend Sozialstationen und ambulante Dienste zugeordnet werden. Weitere Einrichtungen befinden sich in Planung.

"Die pflegerischen Grundsätze des Trägers sind an der Aufgabe ausgerichtet, pflegebedürftigen Menschen ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben zu ermöglichen", erläuterte die Heimleiterin . "Unser Haus ist ebenerdig sowie rollstuhl- und behindertengerecht".

Um die schönen Tage des Jahres zu nutzen, befinden sich vor den Zimmern kleine Terrassen. Auch der Innenhof sowie der Garten mit seinen vielen Bäumen und Blumen kann von den Bewohnern genutzt werden. Den Mitgliedern des Seniorenbeirates gefiel im Außenbereich vor allem die Vogelvoliere mit sehr munteren Sittichen, die immer fröhlich zwitschern.

"Wir informierten uns auch über die moderne Technik bei der Pflegedokumentation", sagte Beiratsmitglied Heide Hähnel. Die Heimleiterin und die Pflegedienstleiterin können so morgens sehen, welche Aufgaben in der Nachtschicht anfielen. Der Hausmeister erhält seine Aufgaben elektronisch und kann die für ihn bestimmten Daten einsehen. "Die Beiratsmitglieder interessierte besonders, wie der Datenschutz gewährleistet wird", erklärte Heide Hähnel. Den Besuchern wurde praktisch vorgeführt, dass jeder Mitarbeiter nur die für ihn freigeschalteten Bereiche einsehen kann.

Die Medikamentenvorbereitung übernimmt komplett die Apotheke im Ort und liefert für jeden Bewohner wöchentlich seine Arzneimittel, die für jeden Tag extra verpackt sind. Die elektronische Verarbeitung der Daten ermöglicht dem Apotheker, mögliche Wechselwirkungen bei Verordnungen durch verschiedene Ärzte zu erkennen.

Für den Seniorenbeirat bedankte sich Vorsitzender Dieter Herold für die Unterstützung bei der Zusammenkunft des Gremiums. Neben der Hausbesichtigung stand die Beratung weiterer Schwerpunkte in der Beiratsarbeit für die nächsten Monate auf der Tagesordnung.