Über die geplanten Straßenbaumaßnahmen mitten in Dingelstedt informierte zur Ortschaftsratssitzung der verantwortliche Planer. Dingelstedter hörten interessiert zu.

Dingelstedt l Das angekündigte Hauptthema des Abends, der Umbau des Platzes der Freundschaft, interessiert die Einwohner. So konnte Ortsbürgermeister Andreas Schumann (CDU) zur ersten Sitzung des nun kompletten Ortschaftsrates von Dingelstedt Gäste begrüßen.

Zu den geplanten Baumaßnahmen hatte Manfred Böhm vom Planungsbüro eine große Zeichnung und eine ganze Reihe von Informationen mitgebracht. Das Bauvorhaben betrifft den Platz der Freundschaft von der Ostendorfer Straße, der Deutschen Halbe bis zur Thiestraße, soll Ende März 2015 beginnen und im Oktober abgeschlossen sein. Insgesamt sind dafür 471 000 Euro veranschlagt, 70 Prozent davon trägt das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten. Am Ende werden die Bürger 60 Prozent des Anteils der Gemeinde bezahlen müssen. Dazu sagte Ortsbürgermeister Schumann, dass man mit der Erhebung des Beitrages in zwei Teilen gute Erfahrungen gemacht habe.

Weil wegen der Sparkassenfiliale und des Blumenladens auf dem Platz der Freundschaft mitten in Ortskern Dingelstedts in der Regel reger Kundenverkehr herrscht, haben die Planer zugunsten von mehr Parkplätzen auf ausgedehnte Grünflächen verzichtet, erläuterte Böhm. Immerhin käme man so auf insgesamt 20 Stellplätze und für drei kleinwüchsige Bäume sei außerdem noch Platz gefunden worden.

Bevor so ein Bauvorhaben genehmigt wird, müssen alle Beteiligten ihre Stellungnahmen abgeben. Dazu gehört auch die Polizei. Die erinnerte an eine frühere Überlegung, den gesamten Bereich als verkehrsberuhigte Zone auszuweisen. Der Landkreis habe zu bedenken gegeben, dass sich im Bereich mehrere Kulturdenkmale befinden. Das bedeutet, dass es bei Erdarbeiten zu archäologischen Funden kommen kann, die eine Bauverzögerung zur Folge hätten. Das sehe man jedoch erst, wenn der Boden offen sei. "Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass es sich hier um maximal eine Woche handeln könnte", beruhigt der Planer.

Energieversorgung und Telekommunikationsunternehmen haben versichert, dass alle Oberleitungen unterirdisch verlegt werden. Sorgen bereite den Planern, dass die Hausanschlüsse zum teil nicht sehr tief liegen.

Ernst Mahler wohnt in der Thiestraße und berichtete aus eigener Erfahrung, dass das dortige Abwasserrohre ebenfalls nicht in der allgemein üblichen Tiefe liegen. Er befürchte daher, dass es ein Problem für die Herstellung des notwendigen Gefälle geben könnte. Der Planer nahm den Hinweis auf: "In diesem Fall kann ein Schacht das mangelnde Gefälle ausgleichen". Die farbliche Gestaltung der Straßen und der Gehwege wird in "altstadtrot" und "altstadtgrau" erfolgen, kündigte Manfred Böhm an, und soll sich harmonisch in das Ortsbild einfügen.

Über den Platz der Freundschaft fahren regelmäßig zwei Buslinien in unterschiedlichen Richtungen. Deshalb müssen Straßen und Kurven Mindestbreiten einhalten. In diesem Zusammenhang regte der Ortsbürgermeister ein Überdenken der bisherigen Buslinienführung über die Ostenpforte durch die Ortslage von Dingelstedt an. Zurzeit passieren täglich 64 Busse den Ort.

Zur Erneuerung der Ostenpforte, die als Investition der Gemeinde Huy geplant sei, erläutert Schumann, dass diese Maßnahme den grundhaften Ausbau am Platz der Freundschaft voraussetze.