Das Rolandschwert 2014 ziert seit gestern eine Wand im Büro von Martin Schäfer. Der Halberstädter Unternehmer war bereits mehrfach für diese Auszeichnung nominiert worden.

Halberstadt l Die Überraschung war geglückt. Sprachlos machte sie Martin Schäfer nicht. Humorvoll dankte der 58-jährige Halberstädter der Jury für die "gute und weise Entscheidung", seinem Unternehmen das Rolandschwert 2014 zu verleihen. Von der diesjährigen Nominierung habe er durch die Medien erfahren, da sei er zunächst erstmal "etwas sauer gewesen", sagte Martin Schäfer. "Am Ende sitzt Du wieder da, machst Dir Hoffnungen und kriegst das Schwert doch bloß nicht", bekannte er freimütig. Das Gründungsmitglied der Roland-Initiative freute sich dennoch sichtlich über diese Auszeichnung.

Seit 1999 ehrt der Halberstädter Wirtschaftsklub Mitgliedsunternehmen für deren unternehmerischen Erfolg und soziales Engagement gleichermaßen. In seiner Laudatio berichtete Rudolf Pohl denn auch von der kontinuierlichen Entwicklung des am 1. Juli 1990 gegründeten Betriebes, in den allein in diesem Jahr 1,4 Millionen Euro investiert wurden. 45 Mitarbeiter gehören zur Belegschaft von Kran-Schäfer, der durch den Kauf eines Transportunternehmens mittlerweile auch in der Logistikbranche tätig ist und 25 Lkw zum Portfolio zählt.

"Ohne seine Hilfe stünde kein großer Weihnachtsbaum in der Stadt, sagte Pohl und verwies darauf, dass Martin Schäfer mit seinen Spezialisten bei vielen Projekten zur Stelle war, oft auch ganz oder bei Teilleistungen unentgeltlich. So erinnerte er an den Aufzug der Domglocke Domina 1999, an das Aufsetzen des Dachreiters, die Montage der Wetterfahne auf dem Südturm der ­Martinikirche oder das Aufstellen des Wendedenkmals. Zudem engagiere sich Martin Schäfer im Rotary-Club Halberstadt.

In diesem Jahr waren zehn Vorschläge eingegangen, wie Marko Eggert berichtete. Der Präsident der Roland-Initiative erläuterte vor der Verleihung nochmal das Procedere der Bewertung. "Es ist seit jeher eiserne Regel, dass alle Vorschläge, die ein Präsidiumsmitglied betreffen, nicht berücksichtigt werden", sagte Eggert. Damit fielen in diesem Jahr die Maco Vision von Katharina Fischer und die Handwerker-Union von Thomas Kowalski "unter den Tisch". Ebenso wie die Unternehmen, die bereits das ­Rolandschwert erhalten hatten. Damit waren das Jagdschlösschen und HA2 als ­Unternehmen der Primed-Gruppe außen vor. Und da der Preis nur an Mitgliedsunternehmen verliehen wird, kam auch der Vorschlag für die Wärmestube nicht in die engere Wahl.

Übrig blieben somit fünf Nominierungen: das Cecilienstift, die Steuerberatungsgesellschaft Freund & Partner, Schubert Motors, die Steinke-Firmengruppe und das Kran- und Transportlogistik-Unternehmen von Martin Schäfer.