"Hoffest einmal anders", mit diesen Worten begrüßte Rektorin Helga Hirth die vielen Besucher am Freitag in der Dardesheimer Sekundarschule "Thomas Mann". Erstmals wurde es in die Vorweihnachtszeit gelegt.

Dardesheim l Wenn die Dardesheimer Schule alle zwei Jahre Hoffest feiert, herrscht im Ort Ausnahmezustand: Ein parkendes Automeer und ein Schulgelände voll mit Hunderten Menschen. Immerhin 430 Schüler werden hier unterrichtet, aus über 30 Orten kommen sie täglich nach Dardesheim gefahren.

Seitdem das Hoffest 2008 aus der Taufe gehoben wurde, hat es sich zu einem wahren Höhepunkt entwickelt. Sonst zum Schuljahresbeginn im September ausgerichtet, wagten die Lehrer und Schüler diesmal etwas Neues und luden zum Beginn der Adventszeit ein. Gestecke und Glühwein gab es früher eben nicht bei diesem Fest. Und auch keinen Weihnachtsbaum. Diese Jahreszeit bringt aber auch Kälte mit. Rektorin Helga Hirth begrüßte die Besucher angesichts des scharfen Ostwindes dann doch lieber in der warmen Aula als draußen auf dem Schulhof. Das war aber auch schon die einzige Änderung. In der geräumigen Aula wurde gesungen, tanzte die Linedancer-Arbeitsgemeinschaft, führten Sechstklässler das Märchen vom Rotkäppchen auf. Der Rest spielte sich überwiegend draußen ab.

Man hätte das Fest auch Tag der offenen Fenster nennen können. Aus den Fenstern der Klassenzimmer heraus verkauften die Schüler Essbares, Getränke, Gebasteltes und vieles mehr. Ein Teil des Erlöses soll wieder an die Tansania-Hilfe gehen. Beim Weihnachtssingen am letzten Schultag vor den Ferien in der Kirche soll die Spende an Pfarrer Hartmut Barsnick überreicht werden.

Ist es Zufall oder hatte der Architekt seinerzeit beim Umbau der Gebäude an die Weihnachtszeit gedacht? Jedenfalls besitzen die neuen Schulgebäude auf der Hofseite ringsherum 24 Fenster, wie geschaffen also für einen Adventskalender. Jedes Fenster im Obergeschoss schmückte somit eine Zahl bis zum Tag der Bescherung.

Die Schüler haben sich in Gruppen auf das Hoffest als Projekttag vorbereitet. Am Freitag war daher schulfrei. Erst zum Nachmittag brauchten die Schüler - mit ihren Familien - zu kommen. Die Lehrer haben auch manche Zusatzstunde in die Vorbereitung einfließen lassen. Edgar Schirbel zum Beispiel besorgte 60 frisch geräucherte Forellen aus Altenbrak, die weg wie warme Semmeln gingen.

Für die Tombola hatte Uwe Klosinski den Hut auf. Etliche Firmen und Gaststätten aus dem Umland stifteten dafür wertvolle Preise. Darunter so etwas Außergewöhnliches, wie eine Fahrstuhlfahrt hoch auf eines der Dardesheimer Windräder. Insgesamt 500 Lose waren vorbereitet worden. Der Erlös fließt auch mit in die Kasse des Schulfördervereins, der mit diesen Einnahmen in der Lage ist, die Schüler weiterhin zu unterstützen.

   

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