Der Plan für den Rettungsdienstbereich im Harzkreis ist überarbeitet worden. Nach Verhandlungen mit den Kassen gibt es Veränderungen. So die Verlegung einer Wache von Schierke nach Elend, einen neuen Standort in Badersleben und nachts einen Notarzt in Hasselfelde.

Halberstadt l Die jüngsten Verhandlungen mit den Krankenkassen als Kostenträgern für den Rettungsdienst seien erfolgreich gewesen, bilanzierte Martin Skiebe (CDU) vor dem Kreistag. Demnach würden 25 Prozent mehr an Leistungen finanziert, berichtete der Landrat. Skiebe: "Wir haben ein System, das durch die Leitstelle koordiniert wird." Die Notarztstandorte seien demnach nicht nur für bestimmte Gemeinden zuständig, sondern funktionierten insgesamt als Netz. Das bedeute, das nächste verfügbare Fahrzeug werde eingesetzt.

Nach Angaben des Landrates koste eine Wache mit einem Notarzt, vier Rettungssanitätern und der erforderlichen Technik jährlich eine Million Euro. Skiebe: "Der Plan ist nicht in Stein gemeißelt." Deshalb würden über zwölf Monate alle Fallzahlen aufgenommen. Ziel sei es, zum 1. Juli 2015 eine Analyse vorzunehmen. Deren Ergebnis könne zu Veränderungen führen.

Aktuell gibt es davon drei. Auf Antrag des Ausschusses für den Eigenbetrieb Rettungsdienst wird die Wache von Schierke nach Elend verlegt. Laut Betriebsleiter Michael Werner ist dadurch eine noch bessere medizinische Versorgung der Bewohner von Benn- eckenstein, Tanne, Königshütte und der anderen umliegenden Orte gewährleistet. Die zweite Neuerung ist der Betrieb eines weiteren, rund um die Uhr mit einem Rettungswagen ausgestatteten Standortes in Badersleben (Huy). Und drittens soll die Station in Hasselfelde künftig von 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens mit einem Notarzt besetzt sein. Dies werde durch eine Splittung des Dienstes in Blankenburg erreicht.

Frank Damsch (SPD) beantragte einen 24-stündigen Einsatz des Mediziners im Oberharz. Dieser fand allerdings keine Mehrheit. Michael Werner hatte zuvor erläutert, dass eine Luftrettung in dieser Region nur am Tag möglich ist. Deshalb sei die Anwesenheit des Arztes die Nacht über vorgeschlagen worden.

Henning Rühe (Bürgerfraktion/FDP) lobte die Arbeit der Verwaltung. 25 Prozent mehr finanzierte Leistungen seien "bemerkenswert".