Halberstadt (wb) l Die Mauer in Berlin ist weg, dafür wird in Halberstadt eine neue gebaut: Mit drastischen Worten macht Hans-Joachim Wirth seinem Unmut Luft. Im Namen der Mieter des HaWoge-Wohnblocks Heinrich-Julius-Straße 14 - 16 beschwert sich der Mann über Bauarbeiten in seinem Hinterhof. Die laufen auf dem Nachbargrundstück, und das gehört der Wohnungsbaugenossenschaft (WGH).

Die WGH modernisiert ihre Außenanlagen, und in diesem Zusammenhang mussten am Rand des Areals Grünstreifen samt Zaun einer Betonmauer weichen. Die finden weder Wirth noch die anderen HaWoGe-Mieter besonders schön. Noch schlimmer ist laut Wirth allerdings, dass auch der kleine Fußweg von den Häusern zur Hauptmannstraße und dem dahinterliegenden Park verschwunden ist. Der Trampelpfad wurde vor allem von den vielen Kindern aus den Häusern genutzt, die nun über die kleine Stichstraße spazieren müssen, um zu ihrem Spielplatz zu kommen. "Viel zu gefährlich", sagt Wirth und berichtet von Mietern, die deshalb ausziehen wollen.

Ganz so dramatisch sei die Lage nicht, sagt hingegen WGH-Sprecher Thomas Schatz. Die Hauseingänge seien alle über Gehwege zu erreichen. Zudem sei die fragliche Straße als Anwohnerstraße klassifiziert, werde also überwiegend von Hausbewohnern genutzt, die die Situation kennen und auf die Kinder achten können.