Harsleben (dkz) l Die Gemeinde Harsleben will die Sanierung ihres Rathauses angehen. "Das Objekt soll im Mittelpunkt der ab 2015 beginnenden neuen Förderperiode der Dorfsanierung stehen", kündigte Bürgermeister Holger Bauermeister (CDU) an. Ersten Schätzungen zufolge dürfte es, einschließlich Trockenlegung, um eine Investitionssumme von rund 750 000 Euro gehen. "Wir werden Fördermittel beantragen, müssen aber Rücklagen für entsprechende Eigenanteile für etwa 30 Prozent der Kosten absichern", so Bauermeister.

In dem Haus haben nicht nur der Chor, sondern auch andere Gruppen ihren Treffpunkt. Das Zentrum der Gemeinde sollte schrittweise bis 2020 saniert werden, hofft der Bürgermeister. Wie er bei der Weihnachtsfeier der Senioren ankündigte, könnten die Interessierten nach der Inbetriebnahme die neue Kindertagesstätte (Kita) besichtigen. "Das wird ein Schmuckstück", freute er sich.

Zum alten Gebäude der Kindertagesstätte stellte er klar: "Hier wird es keine Asylunterkunft geben, sondern einen Abriss". Die Bausubstanz sei sehr marode. Ab 1. Februar, nach dem Umzug der von der Verbandsgemeinde verwalteten Kita, gehört das Haus wieder der Gemeinde. Anderslautende Gerüchte könne er zerstreuen. Der Landkreis habe mit der Flüchtlingsunterkunft in der Halberstädter ZASt seine Pflicht erfüllt. Geplant sei vielmehr, das Grundstück an einen Investor für neue Vorhaben abzugeben.

Eine weitere Aufgabe sieht die Gemeinde bei der Straßenbeleuchtung. Gemeinsam mit dem Energieversorger soll eine Analyse erfolgen, um schrittweise die Straßenzüge mit energiesparender LED-Technik auszurüsten. Auch der Zugang zur Arztpraxis soll für Fußgänger neu gestaltet werden. Als gelungen hob der Bürgermeister den Ausbau der Straße zur Grundschule hervor. Hier laufe der Verkehr jetzt sicherer ab. Jetzt richten sich alle Hoffnungen auf die Prioritätenliste des Bundesverkehrswegeplanes, damit die seit vielen Jahren geplante Ortsumfahrung realisiert werden könne.