Die Einnahmen des Wegelebener Weihnachtsmarktes dienen einem guten Zweck. Sie wurden der Caritas-Wärmestube gespendet.

Halberstadt l Die Mitarbeiter der Wärmestube der Caritas am Franziskanerkloster freuen sich, wenn Bürger und Institutionen ihre Arbeit unterstützen. So meldeten sich kürzlich Vertreter des Kultur- und Heimatvereins Wegeleben, die den Erlös aus der Bewirtung der Gäste des jüngsten Weihnachtsmarktes für einen guten Zweck übergaben.

"Wir haben an drei Nachmittagen auf dem Markt Kaffee, Kuchen und weiteres Gebäck gegen eine Spende abgegeben", berichtete Vorstandsmitglied Klaus Fuhrmann. Nun soll dieser Betrag denjenigen zugute kommen, die auf Hilfe angewiesen sind. Davon gibt es weiterhin viele, weiß auch Antje Schmidt, seit einem Jahr stellvertretende Leiterin der Wärmestube. Rund 500 "kalte Taschen" werden hier im Monat verteilt.

Bei der Kälte im Freien gibt es zum Frühstück immer reichlich Besuch. "Die Leute kommen nicht wegen des heißen Kaffees, sondern auch, um persönlich ihr Herz auszuschütten und sich auszutauschen", sagt die Leiterin. Jeden Mittag wird dank der ehrenamtlichen Helfer ein warmes Essen gekocht und für einen kleinen Obolus abgegeben.

Für Abwechslung mit Salaten und ähnlichen Beilagen ist gesorgt - da helfen vor allem die Sachspenden aus dem Lebensmittelhandel. Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es die Wärmestube in der Domstadt. Das Spektrum, aus dem sich ihre Klientel zusammensetzt, ist breit: junge Alleinerziehende, Familien, Menschen, die in Insolvenz geraten sind, Rentner, Auszubildende. Manche kommen nur einmal, andere seit Jahren.

Um Hilfe zu erhalten, mu¨ssen die Betroffenen ihre Bedu¨rftigkeit nachweisen. Nach wie vor kommen Bürger mit Spenden für die Kleiderkammer. Auch da ist der Bedarf seit Beginn der kalten Jahreszeit wieder steigend. Demnächst wird mit der Vorbereitung der Bescherung zu Heiligabend begonnen. Die Mitarbeiter der sozialen Einrichtung hoffen, dass ihre karitative Arbeit auch 2015 mit dringend benötigten Spenden unterstützt wird.