Die CDU-Fraktion des Schwanebecker Stadtrates hat kurz vor dem Jahreswechsel die Vorhaben für das neue Jahr publik gemacht. Lutz Gnade, der Vorsitzende des Orts-verbandes, präsentierte in diesem Zusammenhang einen recht umfangreichen Arbeitsplan.

Schwanebeck l Für das neue Jahr hat sich die CDU-Fraktion des Schwanebecker Stadtrates einen großen Arbeitsplan auf die Fahnen geschrieben. "Wir reagieren damit auch auf die Hinweise, die aus der Bevölkerung gekommen sind", sagte Lutz Gnade, der Vorsitzende des Ortsverbandes, gegenüber der Volksstimme. "Es geht uns darum, in unserer Stadt Projekte anzupacken und bereits laufende Arbeiten zügig abzuschließen."

Zunächst soll der derzeit laufende Spielplatzneubau in der Kapellenstraße möglichst forciert werden. "Auch das Umfeld sollte für die Kinder verkehrstechnisch sicher gestaltet werden", findet Gnade. "Es ist löblich, dass sich hier Bürger gefunden haben, die die Arbeiten selbst vornehmen. Wir möchten das Vorhaben unterstützen."

Gnade verweist in diesem Zusammenhang auf die Verkehrsbereiche am Spielplatz, an der Post und am Markt. Hier sollten Übergänge zum Fußgängerschutz entstehen. "Diese Problemzonen müssen bei Vor-Ort-Begehungen gesichtet werden", schlägt er vor. "Es sind in jedem Fall Prüfverfahren einzuleiten. Wie danach weiter verfahren wird, sehen wir dann."

Der seit einiger Zeit geschlossene Jugendclub soll nach Möglichkeit wieder seine Pforten öffnen. Den CDU-Räten schwebt hier ein Modell, wie es in Groß Quenstedt genutzt wird, vor. "Die Jugendlichen sollten in die Arbeit mit einbezogen werden", meint Gnade. "Zunächst sollten hier die Voraussetzungen erfragt werden. Auf jeden Fall müssen wir uns um die Jugend der Stadt kümmern. Unser Bürgermeisterkandidat Benno Liebner hat da schon entsprechende Vorstellungen präsentiert."

Außerdem hätten etliche Bürger auf verschiedene Gefahrenbereiche in der Stadt hingewiesen. "Es gibt Fragmente von Bänken auf der Marktstraße, die dort einfach entfernt werden müssen", erläutert Gnade. "Ferner muss an einem leerstehenden Haus der Sitz von Dachziegeln überprüft werden." Des Weiteren gebe es einige unbewohnte Häuser, die das Stadtbild in Mitleidenschaft zögen und weitere Gefahrenquellen darstellten. Der Ortsvorsitzende nennt zwei Grundstücke in der Breiten Straße, eines im Winkel und eines "Auf der Freiheit". Es müssten Lösungen gefunden werden, die auf einen Verkauf oder einen Abriss hinauslaufen, schlägt Gnade vor. "Wir sollten eventuelle Eigentümer anschreiben und klipp und klar die Frage nach der Zukunft der Häuser stellen", sagt er. Außerdem sei die Bushaltestelle am Friedensplatz grund- sätzlich wieder instand zu setzen.

Auch in Nienhagen soll sich nach Meinung der CDU-Räte etwas tun. Die Fertigstellung des zuletzt von einer Bürgerinitiative aus dem Ort geforderten Radweges (die Volksstimme berichtete) von Nienhagen nach Gröningen sei ein Schwerpunkt. "Es handelt sich um einen straßenbegleitenden Weg, der erst kürzlich vom Landkreis Börde fertiggestellt worden ist", schildert Gnade die Situation. "Allerdings endet er 600 Meter vor dem Schwanebecker Ortsteil auf dem Gebiet unseres Nachbarkreises. Die restliche Strecke müsste von unserem Landkreis fertiggestellt werden."

Kapellenstraße soll Bushaltestelle bekommen

Dazu gebe es aber bereits eine Stellungnahme des Landkreises Harz, in der auf die Notwendigkeit von Fördergeldern hingewiesen werde. Lutz Gnade ist dieses Thema aber wichtig. "Wir müssen darüber reden und nach Möglichkeiten suchen", unterstreicht er.

Eine Bürgerinitiative von Senioren aus Nienhagen hat die Schaffung einer Bushaltemöglichkeit in der Schwanebecker Kapellenstraße angeregt (Volksstimme berichtete). Dort könnten die Rentner aus Nienhagen direkt die Verwaltung und Arztpraxen erreichen. Bislang müssen sie noch einen weiten Fußweg auf sich nehmen, da der Bus erst vor der Fleischerei Bendler in Schwanebeck hält. "Der Unmut der Bürger ist sehr gut zu verstehen", findet Gnade. "Der Fußmarsch bis in die Kapellenstraße hat es in sich, nicht nur für ältere Bürger."

Der CDU-Ortsvorsitzende ist in dieser Angelegenheit bereits tätig geworden. "Ich habe mich mit Verantwortlichen bei den Harzer Verkehrsbetrieben darüber unterhalten", berichtet er. "Man hat sich für unser Anliegen sehr offen gezeigt und war bereit, einen Vor-Ort-Termin abzusprechen. Allerdings müssen wir die Sache erst im Stadtrat erläutern."

Als letzter Punkt findet sich noch die Schaffung eines Radweges von Schwanebeck, über Groß Quenstedt zur Bundesstraße 81. "Das ist eher Zukunftsmusik", gibt Gnade zu. "Aber wir sollten auch hier am Ball bleiben und mit dem Land das Gespräch suchen." Abschließend spricht er noch über das Thema "Recht und Ordnung" und empfiehlt hier eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und den neuen Regionalbereichsbeamten (RBB) im Vorharz.