Friedrichsbrunn (dl) l Ein 34 Jahre alter Mann aus dem niedersächsischen Harsum muss sich ab Januar vor dem Landgericht Magdeburg wegen versuchten Mordes und Brandstiftung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im September vorigen Jahres im Thalenser Ortsteil Friedrichsbrunn versucht zu haben, seine beiden damals sieben Monate und zehn Jahre alten Kinder zu töten. Glücklicherweise rettete der Angeklagte im letzten Moment das Leben seiner Kinder.

Die Gründe für die Familientragödie sind unklar. Offenbar war ein Sorgerechtsstreit Auslöser. Nach Volksstimme-Informationen hatte der Mann die beiden Kinder entführt und wurde bereits von der niedersächsischen Polizei gesucht.

Er mietete sich mit den beiden Kindern in einem Bungalow in Friedrichsbrunn ein. Dort unternahm er laut Staatsanwaltschaft zwei Versuche, um die Kinder und sich selbst zu töten. Zunächst mit einer Medikamentenüberdosis und einem Grill, um eine Kohlenmonoxidvergiftung herbeizuführen. Da dies nicht gelang, setzte der Mann tags drauf den gesamten Bungalow in Brand.

In buchstäblich letzter Sekunde ließ er jedoch von der Tat ab und brachte die Kinder selbst ins Quedlinburger Krankenhaus. Beide Kinder befanden sich laut Staatsanwaltschaft in akuter Lebensgefahr, das sieben Monate alte Kind musste in eine Spezialklinik verlegt werden. Der Bungalow brannte komplett nieder.