Das HaWoGe-Spielemagazin am Ebereschenhof entwickelt sich zu einer guten Adresse für Kinder und Jugendliche. Halberstädter Teenager profitieren nun sogar doppelt. Sie haben ein zusätzliches Freizeitangebot, das ihnen sogar Geld beschert.

Halberstadt l Das Spielemagazin in Halberstadt erfreut sich wachsenden Zuspruchs. Vom 21. Oktober bis 13. Januar waren 25 514 zahlende Besucher in dem Denkmal registriert worden. Eine Zahl, die ihre Erwartungen übertroffen habe, sagte HaWoGe-Geschäftsführerin Beate Grebe. Und die für den laufenden Betrieb Veränderungen in der Organisation bedeuten, jedenfalls in den Ferientagen, wie Derk Bartel, Geschäftsführer des Freizeit- und Sportzentrums ergänzt. Das FSZ ist im Auftrag der Halberstädter Wohnungsgesellschaft HaWoGe als Betreiber des großen Indoor-Spielplatzes am Ebereschenhof tätig.

Besonders an den Wochenenden und in den Ferien kämen sehr viele Gäste. "Wie die Autokennzeichen zeigen, hat sich unser Bekanntheitsgrad schon erhöht", berichtet Grebe. So kämen Besucher aus dem gesamten Harzkreis, aus Magdeburg, Braunschweig, Wolfsburg, Aschersleben, Hannover, dem Salzland- und dem Bördekreis. Um dem Zuspruch Rechnung zu tragen, gelten in den Winterferien veränderte Öffnungszeiten. "Das heißt, das Spielemagazin ist vom 31. Januar bis zum 15. Februar täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet", informierte Beate Grebe. Die hohen Besucherzahlen erforderten eine Veränderung für die Aufenthaltsqualität der erwachsenen Begleitpersonen. Deshalb wird es mehr Sitzplätze in der Caféteria im zweiten Obergeschoss geben und ein kleines Imbissangebot über Kaffee und Kuchen hinaus. "Die ersten Wochen haben wir gut überstanden und Erfahrungen gesammelt, die wir jetzt in die Vorbereitung auf den Ansturm in den Winterferien gemeinsam umsetzen", sagt Derk Bartel.

Der gute Start für das Spielemagazin zahlt sich nun auch für zwei Halberstädter Einrichtungen aus, in denen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen. Zur Eröffnung des Hauses hatte die HaWoGe die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung gebeten, keine Blumen und Präsente mitzubringen, sondern Geld für das Jugendfreizeitzentrum "Rolle" und für das "Rauhe Haus" zu spenden. "3550 Euro kamen dabei zusammen", berichtete Grebe. Diese Summe habe die städtische Wohnungsgesellschaft um 350 Euro aufgestockt. "Das Geld hatten wir beim Fassadenwettbewerb der Stadt gewonnen. Und wir halten es schon seit Jahren so, dass wir, wenn wir ein Preisgeld erringen, dieses für einen guten Zweck einsetzen." Damit waren es 3900 Euro, die in dieser Woche an die beiden Freizeiteinrichtungen übergeben wurden.

Im "Rauhen Haus" soll das Geld in den Topf fließen, aus dem Ferienfahrten finanziert werden, berichtete Petra Lorek. Und in der "Rolle" will das Mitarbeiterteam gemeinsam mit den Jugendlichen die Räume renovieren und neu gestalten.