Quedlinburg (dl) l Wer wegen diverser Haftbefehle auf der Flucht ist, sollte zumindest mit gültiger TÜV-Plakette unterwegs sein, um nicht unnötig aufzufallen. Andernfalls gerät man, wie jetzt ein 35-Jähriger in Quedlinburg (Harz-Kreis), ganz schnell ins Visier der Polizei. Weil der Mann bei der Kontrolle wohlweislich keine eigenen Papiere präsentieren konnte oder wollte, versuchte er mit der Identität eines Freundes zu punkten. Was nur bedingt erfolgreich war, denn besagter Kumpel wurde mit Haftbefehl gesucht. Auf der Wache dann das sprichwörtlich böse Erwachen für den vermeintlich Cleveren: Er war den Beamten - erstens - längst bestens bekannt und hatte - zweitens - selbst sieben Haftbefehle mit einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Monaten und elf Tagen offen. Zudem kam heraus, dass er ohne Fahrerlaubnis am Steuer saß. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet und der 35-Jährige in seine gut bewachte Herberge für die nächsten Monate chauffiert.