Der 70. Geburtstag von Wegelebens Bürgermeister Hans-Jürgen Zimmer (CDU) hat zahlreiche Gäste in das Schützenhaus gelockt. Der Besuch von Landes- und Lokalpolitikern - darunter Landrat Martin Skiebe (CDU) und zwei seiner Vorgänger - unterstrich die hohe Anerkennung, die dem Jubilar in der Region für sein politisches und persönliches Engagement zuteil wird.

Wegeleben l Schon der Empfang im Schützenhaus am Sonnabendmorgen zeigte eindrucksvoll, wie das Engagement des nun 70-jährigen Wegelebeners gesehen wird. 80 Gäste nutzten die Gelegenheit, ihre Glückwünsche schon beim Brunch zu überbringen. Darunter fanden sich viele ehemalige Weggefährten von Hans-Jürgen Zimmer aus der Zeit, als er noch als Präsident des Kreistages in Halberstadt tätig war.

Aber auch Landrat Martin Skiebe ließ es sich nicht nehmen, dem Geburtstagskind persönlich die Hand zu schütteln. "Hans-Jürgen Zimmer ist ein von mir sehr geschätzter Verbündeter, auf den man sich verlassen kann", sagte er. "Seine offene und ehrliche Art imponiert mir. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, damit kann ich sehr gut leben."

Den Äußerungen schloss sich der Landtagsabgeordnete Ulrich Thomas (CDU) an. "Er benutzt eher den Säbel als das Florett", schätzte er ein. "Wenn alle Bürgermeister im Kreis so engagiert wären, dann wären wir schon ein gutes Stück weiter. Hans-Jürgen Zimmer ist ein echtes Original."

Gabriele Brakebusch, die aus Kloster Gröningen stammende stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag, freute sich schon auf die zukünftige Zusammenarbeit "mit einer interessanten Persönlichkeit". Zu ihrem Einzugsgebiet gehören - aufgrund der Neuordnung der Wahlkreise - künftig Wegeleben und Harsleben.

"Er benutzt eher den Säbel als das Florett. Wenn alle Bürgermeister im Kreis so engagiert wären, dann wären wir schon ein gutes Stück weiter."

Ulrich Thomas, Landtagsabgeordneter der CDU in Sachsen-Anhalt

Der ehemalige Landrat Joachim Wintjen (CDU) blickte auf die Zeit nach der Wende zurück und hob die freundschaftlichen Bande hervor, die Zimmer und ihn heute noch verbinden. "Im Kreistag war die Arbeit nach der Wende sehr interessant, viele unbürokratische Entscheidungen waren möglich. Wir haben immer an einem Strang gezogen." Der Jubilar sei privat eine echte Stimmungskanone. "Hin und wieder haben wir auch kräftig gefeiert", merkte Wintjen schmunzelnd an.

Henning Rühe (Buko), ebenfalls ehemaliger Landrat in Halberstadt, lobte den Wegelebener Bürgermeister in den höchsten Tönen. "Ich erinnere mich gern an seine Zeit als Kreistagspräsident (1990 bis 1994) zurück", sagte er. "Seine Auftritte gehörten zu den Sternstunden im politischen Leben. Die Verhandlungsführung hatte allergrößten Unterhaltungswert. Im Bauausschuss des Landkreises Halberstadt haben wir gemeinsam für die Sanierung von insgesamt 145 Kilometern Straße gesorgt." Diesen Erfolg sehe man selbst heute noch bei einer Fahrt durch die Region. Privat treffen sich Rühe und Zimmer immer wieder mal zu einer Skatrunde. "Da sprechen wir stets auch über aktuelle politische Themen", setzte Rühe hinzu.

Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Ute Pesselt (Buko), die am Abend zur eigentlichen Geburtstagsfeier erschienen war, unterstrich das große Engagement des Jubilars als Bürgermeister der Stadt Wegeleben. "Er hat ein offenes Ohr für die Bürger, weiß aber auch, dass in der Kommunalpolitik durchaus Grenzen gesetzt werden", sagte sie. "Wir lieferten uns schon so manchen Schlagabtausch, haben uns aber trotzdem lieb", sagte sie scherzend. "Ich empfehle unserem Hansdampf-in-allen-Gassen, künftig vielleicht einen Gang zurückzuschalten. Immerhin steht jetzt die Sieben vor der Null."

Ulrich Strümpel, der ehemalige Amtsleiter für Finanzen der Verbandsgemeinde, fand ebenfalls anerkennende Worte. "Manch einer lächelt darüber, wenn Hans-Jürgen wieder mal einen Baum pflanzt - jeder muss aber ein Hobby haben", sagte Stümpel mit Augenzwinkern. "Spaß beiseite - er kümmert sich um die Einwohner der Stadt und ist hartnäckig, wenn es um die Lösung eines Problems geht. Seine Beharrlichkeit rechne ich ihm hoch an."

Das sehen auch andere so. Harald Brockelt, Chef des Bau- und Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde: "Er will viel bewegen, schießt manchmal auch übers Ziel hinaus. Dafür nimmt er Kritik nicht übel und ist um Sachlichkeit bemüht."

Karl-Heinz Becker, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins, lobte den großen Einsatz des Jubilars für die Belange der Vereine in der Stadt. Das unterstrich auch Gisela Tröster, die Leiterin der Senioren-Begegnungsstätte. "Bei der Renovierung unserer Räume hat er sogar selber mit zugepackt", betonte sie.

"Hinweise der Senioren nimmt er ernst. So wurde der Weg auf dem Kirchhof schnell und unbürokratisch begradigt." Jugendbetreuerin Bettina Wloch wies auf die große Unterstützung der Jugendarbeit hin. "Hans-Jürgen Zimmer setzt sich sehr für soziale Belange ein", sagte sie.

Quasi die Bestätigung der vielen lobenden Worte bekam das Geburtstagskind am Abend. Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden drückten dem Jubilar die Hände und lobten die gute Zusammenarbeit. Weggefährten und Familienangehörige stießen auf Zimmers Wohl an. Bei der Feier trug der Frauenchor Lieder vor, der Posaunenchor der Kirchengemeinde spielte auf, die Blaskapelle MTU sorgte für die musikalische Untermalung und der Karnevalverein zeigte Ausschnitte aus dem aktuellen Programm. Das trieb dem sichtlich gerührten Hans-Jürgen Zimmer doch einige Tränen in die Augen.