13 376 Knöllchen haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Halberstadt im vergangenen Jahr in der Stadt verteilt, berichtet die Ordnungsabteilung. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 1734 mehr.

Halberstadt l Überführte Raser und Schwarzparker haben im zurückliegenden Jahr wieder reichlich die leeren Kassen der Stadt Halberstadt gefüllt. Die Stadtverwaltung hat bei der Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs Einnahmen von über 300 000 Euro erzielt, weil Fahrzeugführer die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit überschritten, keine Parkscheibe ins Fahrzeug gelegt, Zeiten überschritten oder schwarz geparkt haben, informierte das Ordnungsamt.

"Wir haben nur zwei ­Politessen im Einsatz, die können sich nicht zerreißen."

Thomas Dittmer, Team Ordnung und Sicherheit der Stadtverwaltung Halberstadt

13376 Knöllchen ­(gebührenpflichtige Verwarnungen) haben die Politessen 2014 im Stadtgebiet verteilt. Damit sind sie "fleißiger" als im Vorjahr gewesen, wo nur 11 642 der orangefarbene ­Karten verteilt wurden. "Der Anstieg um 1734 resultiert aus den ­kontinuierlichen Einsätzen der Verkehrsüberwacher", begründet Thomas Dittmer vom Team Ordnung und Sicherheit die Steigerung. Allerdings sei es aufgrund der "dünnen ­Personaldecke" nicht immer möglich gewesen, die Überwachung zu Bürgeranfragen zeitnah abzusichern. ­Thomas Dittmer: "Wir haben nur zwei Politessen im Einsatz, die können sich nicht zerreißen." Daher seien längere Wartezeiten keine Seltenheit. Die Erlöse sind seit 2012 von 188 519 Euro nach einem Rückgang 2013 auf 184 143 Euro auf nunmehr 229 022 Euro geklettert. Der Anstieg ist auf eine Änderung des Bußgeldkataloges zurückzuführen, begründet der Teamleiter.

"Schwerpunkt waren Verstöße mit Hunden in 66 Verfahren..."

Die sogenannten Flitzerblitzer sind im Stadtgebiet im vergangenen Jahr insgesamt 910 Messstunden (2013 waren es 1079) im Einsatz gewesen und haben 4779 Verstöße (Vorjahr 6061) festgestellt. Die absoluten Rekorde halten Fahrzeugführer, die mit 107 sowie 103 km/h bei erlaubten 50 km/h erwischt wurden. Der Trend sei aber, dass die Anzahl der geringfügigen Verkehrsordnungswidrigkeiten mit einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bis 10 km/h und einer Geldbuße von 15 Euro zunimmt. Der Erlös für die Stadtkasse beläuft sich nach 2013, wo 107 360 Euro eingenommen wurden, 2014 auf 87 897 Euro.

Alle Hände voll zu tun hatten die Mitarbeiter des Teams Sicherheit und Ordnung im Bereich der Stadtordnung, wo 662 Verstöße (644 in 2013) registriert wurden. "Der Schwerpunkt lag bei der Durchsetzung der Straßenreinigungssatzung mit insgesamt 273 Fällen und 181 Fällen von vernachlässigtem Hecken- und Baumschnitt", berichtet Thomas Dittmer.

Zur Gefahrenabwehr wurden 420 Vorgänge bearbeitet. Dazu gehört das Thema illegale Müllentsorgung. 163 Einzel­fälle sind bekannt geworden. 245 Bußgeld- und 48 Verwarngeldverfahren seien auf den Weg gebracht worden. "Schwerpunkt waren Verstöße mit Hunden in 66 Verfahren, gefolgt von Müllverschmutzungen und unzulässigen Lärm mit 46 Verfahren", informiert Teamleiter Thomas Dittmer.